Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Wirtschaftsweiser Schmidt: "Klimaschutz wird etwas kosten" | BR24

© picture alliance/dpa-Zentralbild

Ist eine CO2-Steuer in Deutschland sinnvoll?

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wirtschaftsweiser Schmidt: "Klimaschutz wird etwas kosten"

Deutschland kann seine Klimaziele bis 2030 erreichen. Das sagt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt in der radioWelt auf Bayern 2. Mit CO2-Steuer oder einem extra Emissionshandel für Verkehr und Gebäude. Beides habe Vor- und Nachteile.

Per Mail sharen

Nach der Sitzung des Klimakabinetts im Kanzleramt zeigt sich der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Christoph Schmidt, zuversichtlich: "Wir konnten unsere Gutachten präsentieren. Ich hoffe, dass die Politik nun die richtigen Schlüsse zieht und entweder eine CO2-Steuer oder ein Emissionshandelssystem einführt", sagte Schmidt im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2.

Klimaziele mit Emmissionshandel und CO2-Steuer bis 2030 erreichbar

Die Klimaziele seien bis 2030 erreichbar, wenn die Regierung einen separaten Emissionshandel für den Verkehr und Gebäude einführe und diesen mittelfristig in den allgemeinen Emissionshandel überführe. Oder für Gebäude und den Verkehr eine CO2-Steuer erhebe. Beides habe Vor- und Nachteile.

Eine CO2-Steuer wäre schneller umgesetzt. "Man muss dabei als Politik aber durchhalten können, dass diese Steuersätze dann auch sehr schnell ansteigen", schränkt Schmidt ein. Der Emmissionshandel würde länger in der Einführung dauern. "Er wäre aber zielgenauer", sagt der Wirtschaftweise. "Da müsste die Politik allerdings signalisieren: das ist wirklich ernst gemeint, wir legen sofort damit los."

Kosten für Klimaschutz sozial verträglich abfedern

Klimaschutz werde in jedem Fall etwas kosten. Die Klimaziele seien sehr ambitioniert, so Schmidt. "Es kommt jetzt darauf an, diese Kosten sozial verträglich abzufedern."