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Wirtschaftsweise kritisieren zu hohe Ost-Renten | BR24

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Impressionen Rente

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    Wirtschaftsweise kritisieren zu hohe Ost-Renten

    Die Wirtschaftsweisen haben die Regierungspläne zur Angleichung der Rente zwischen Ost und West kritisiert. Sie sind der Ansicht, dass ostdeutsche Rentner bereits jetzt privilegiert sind.

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    Das geht aus einer Stellungnahme der Experten für den Bundestag hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Von einer Angleichung könne nicht die Rede sein, "da die ostdeutschen Rentner bereits im jetzigen System privilegiert sind." Hintergrund ist die bestehende Höherwertung der Rentenbeiträge im Osten. Diese bewirkt, dass die im Schnitt geringeren Einkommen in Ostdeutschland bei den Rentenbeiträgen stärker gewichtet werden.

    Anpassungen ab 2018 geplant

    Die geplante Angleichung soll schrittweise erfolgen: Der Ende April erstmals im Bundestag beratene Gesetzentwurf sieht vor, die Anpassung 2018 beginnen zu lassen und in sieben Schritten zu vollziehen. Ein einheitlicher aktueller Rentenwert soll ab dem 1. Juli 2024 gelten. Die bestehende Höherwertung der Rentenbeiträge im Osten soll ebenfalls schrittweise abgeschafft werden. Diese Höherwertung bewirkt, dass die durchschnittlich geringeren Einkommen im Osten bei den Rentenbeiträgen stärker gewichtet werden.

    Finanzierung als "gesamtgesellschaftliche Aufgabe"

    Die Kosten der Angleichung werden für das Startjahr 2018 mit 600 Millionen Euro veranschlagt, im Jahr der kompletten Angleichung des Rentenrechts 2025 sollen es dann 3,9 Milliarden Euro sein. Die fünf Wirtschaftsweisen sind zudem der Überzeugung, dass die Milliardenkosten der Angleichung über Steuern finanziert werden müssten. Die Vollendung der deutschen Einheit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hieß es. Bis 2025 sollen die Renten in Ost- und Westdeutschland angeglichen sein. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor.

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