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Wirtschaftsweise Grimm fordert härtere Corona-Maßnahmen | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/BR Bild/Timm Schamberger

Wirtschaftsweise Veronika Grimm: Nicht Lockdown an Lockdown hängen

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Wirtschaftsweise Grimm fordert härtere Corona-Maßnahmen

Die Volkswirtschafts-Professorin Veronika Grimm hat sich für härtere Maßnahmen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Im B5-Thema des Tages sagte die Ökonomin: "Bei so hohen Inzidenzen wie aktuell wäre es nicht richtig, zu öffnen".

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Von
  • Ines Schneider

Die Ökonomin Veronika Grimm sprach sich im BR für härtere Maßnahmen aus, um die Infektionszahlen in der Corona-Pandemie zu senken. Im B5-Thema des Tages sagte die Ökonomin: "Die Idee, die Zahlen herunterzubekommen, ist richtig. Bei so hohen Inzidenzen wie aktuell wäre es nicht richtig, zu öffnen", betonte Grimm, die seit einem Jahr als eine der Wirtschaftsweisen die Bundesregierung berät.

"Es ist wichtig, dass wir nicht einen Lockdown an den nächsten hängen. Das frustriert die Menschen und das ist auch schlecht für die wirtschaftliche Aktivität." Wirtschaftsweise Veronika Grimm

Staatliche Wirtschaftshilfen für viele Betroffene zu kompliziert

Die staatlichen Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise bezeichnete Grimm als sehr vielfältig, aber auch kompliziert. "Es wird viel getan, aber es gibt eine Komplexität, die vor allem kleine Betriebe vor große Herausforderungen stellt." Gerade Solo-Selbstständige hätten Schwierigkeiten, die Hilfen zu beantragen. Es gebe aber auch Maßnahmen für spezielle Engpässe und Probleme von Unternehmen, die jetzt sehr stark betroffen seien, sagte Grimm. Ihr Fazit zu den Wirtschaftshilfen: "Man wird nicht zielgenau jedem einzelnen Unternehmen helfen können."

Grimm: Testpflicht für Unternehmen ist sinnvoll

Flächendeckende Corona-Tests in Betrieben hält die Wirtschaftsprofessorin für sinnvoll. Wenn dies nicht flächendeckend funktioniere, müsse man auch über eine Testpflicht für Unternehmen nachdenken, betonte Grimm. Wörtlich sagte sie: "Verpflichtende Teststellen sind zwar eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen. Aber es kommt nun darauf an, das Infektionsgeschehen besser zu kontrollieren, damit Öffnungsschritte möglich sind." Auch die Unternehmen müssten dazu einen Beitrag leisten.

Corona-Apps müssen besser eingesetzt werden

Bei weiteren Öffnungen im Einzelhandel, in der Gastronomie und Kultur sei es wichtig, zur schnelleren Verfolgung von Infektionsketten zum Beispiel App-basierte Lösungen zu installieren, sagte Grimm.

Das komplette Inerview mit der Wirtschaftsweisen und Volkswirtschafts-Professorin Veronika Grimm hören Sie hier:

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Im B5 Thema des Tages: Volkswirtschaftsprofessorin und Wirtschaftsweise Veronika Grimm