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"Wir machen die Geschichten der Menschen erzählbar" | BR24

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"Wir machen die Geschichten der Menschen erzählbar"

Asylbewerber haben es immer schwerer, in Deutschland zu bleiben. Die Zahl der Ablehnungsbescheide ist im Jahr 2016 deutlich gestiegen. Die Organisation "ArrivalAid" hilft Flüchtlingen bei der Vorbereitung der Anhörung.

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Der Flüchtlingsstatus wird in den letzten Monaten deutlich seltener vergeben, als juristisch möglich ist, so die Einschätzung von David Offenwanger, Geschäftsführer von ArrivalAid. Oft wird dann - wenn überhaupt - nur der subsidiäre Flüchtlingsschutz erteilt.

Die Fluchtgeschichte erzählbar machen

ArrivalAid hilft Flüchtlingen, wenn sie ihre Anträge für das Asylverfahren stellen. Schwerpunkt ist die Vorbereitung auf die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Entscheidend für den Ausgang des Asylverfahrens ist die Anhörung, also das Gespräch mit einem Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Wichtig ist, dass der oder die Geflüchtete die eigene Fluchtgeschichte glaubhaft und widerspruchsfrei im Interview vorträgt. Hierzu können ehrenamtliche Helfer von ArrivalAid beitragen. Die Helfer informieren darüber, worauf die Flüchtlinge besonders achten sollten. Außerdem gehen die Helfer mit zum Termin, sagt Offenwanger:

"Wir machen keine Rechtsberatung. Die Menschen bringen ihre Geschichte mit. Diese Geschichte versuchen wir aufzuarbeiten, damit sie erzählbar wird."

Auch die Helfer müssen vorbereitet sein

Die ehrenamtlichen Helfer werden von ArrivalAid ausgebildet und danach stetig fortgebildet. Denn sich mit den Fluchtgeschichten der Menschen auseinanderzusetzen, könne sehr belastend sein, so David Offenwanger. Es solle sich auch niemand dazu hinreißen lassen, Prognosen abzugeben, wie der Fall ausgehen könnte. Sich selbst die Grenzen aufzeigen und auch Verantwortung einmal nicht zu übernehmen sei das Wichtigste.

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Von
  • Klaus Schneider
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