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Winterchaos in Österreich und Südtirol | BR24

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Starkregen und Schneemassen haben in Österreich zu zahlreichen Muren- und Lawinenabgängen sowie Stromausfällen geführt.

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Winterchaos in Österreich und Südtirol

Starkregen und Schneemassen haben in Österreich zu Muren- und Lawinenabgängen sowie Stromausfällen geführt. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Es besteht weiter Lawinengefahr. Auch in Südtirol sorgt der Schnee für Probleme.

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Am Sonntag kam es zu einem Lawinenabgang in Prägraten in Osttirol, bei dem niemand verletzt wurde. Zwei Häuser wurden beschädigt. Am selben Tag erfasste eine Lawine nahe der Talstation des Stubaier Gletschers ein Auto. Die sechs Menschen im Wagen blieben unverletzt. Im Tiroler Stubaital ist die Zufahrtsstraße infolgedessen gesperrt worden. Dutzende Menschen müssen die Nacht in den Räumen der Gletscherbahn verbringen.

Auch in Südtirol waren nach Angaben der APA zahlreiche Straßen gesperrt und rund 12.500 Haushalte ohne Strom. Das Mobilfunknetz war ebenfalls teilweise ausgefallen. Auch in Südtirol traf eine Lawine ein Dorf. Schneemassen hätten sich durch die Straßen von Martell gedrückt, sagte Bürgermeister Georg Altstätter. Es gebe aber keine Verschütteten. Häuser seien beschädigt und Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Brennerautobahn - die wichtigste Verbindungsstraßen zwischen Italien und Österreich - war vorübergehend zwischen Brixen und Sterzing gesperrt, teilte die Verkehrsleitzentrale mit. Es herrsche im Großteil Südtirols große Lawinengefahr Stufe 4, erklärte Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf Twitter.

Tausende Haushalte zeitweise ohne Strom

In Osttirol war in der Nacht auf Samstag zeitweise in allen Haushalten der Strom ausgefallen. Am Sonntagmittag waren weiter rund 2.000 Haushalte in dieser Region ohne Stromversorgung, weil die schweren Niederschläge laufend zu Baumstürzen und Seilrissen führten, wie der örtliche Stromversorger mitteilte. Die Bildungsdirektion Tirol empfahl allen Schulleitern, auch am Montag die Schulen in Osttirol noch geschlossen zu halten.

Nach Muren und Felsstürzen Straßen gesperrt

Im österreichischen Bundesland Kärnten kam es in der Nacht auf Samstag zu Hangrutschungen, Muren und Felsstürzen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Auch die Bahn verkehrte auf einigen Strecken aufgrund der starken Schneefälle, der Probleme bei der Stromversorgung sowie wegen umgestürzter Bäume zeitweise nur eingeschränkt. Im Bezirk Murau in der Steiermark mussten am Sonntagnachmittag einige Wohnhäuser evakuiert werden, weil ein Hangrutsch drohte. Betroffen waren 30 Personen.

Lawinengefahr in Tirol und Kärnten

Mit den vielen Niederschlägen ist die Lawinengefahr in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen. In einigen Teilen Tirols sowie in den Hohen Tauern im Salzburger Land galt die zweithöchste Warnstufe. Der Katastrophenschutz des Landes Salzburg empfahl, in den betroffenen Gebieten nicht notwendige Autofahrten zu vermeiden und die Gefahr von Dachlawinen zu beachten. Aufgrund der Lawinengefahr wurden in Kärnten drei Täler gesperrt, die Bevölkerung wurde gebeten, die Häuser nicht zu verlassen.

Drohendes Hochwasser in Südkärnten

Um den nun drohenden Überschwemmungen vorzubeugen, wurde etwa der Pegel des Völkermarkter Stausee in Südkärnten bis Samstagmittag um 4,5 Meter unter das Normalniveau abgesenkt. Die für die Nacht auf Montag erwartete Hochwasserwelle sollte so im entleerten Stausee aufgefangen werden.

Weitere Niederschläge am Dienstag erwartet

Am Sonntagabend sollten Regen und Schneefall langsam nachlassen und in der Nacht auf Montag allmählich abklingen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik warnt allerdings, dass es in der Nacht auf Dienstag und am Dienstag selbst in Osttirol und Oberkärnten stellenweise wieder kräftig regnen und schneien kann.

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Lawinenabgänge, umgestürzte Bäume, Stromausfälle: Der Wintereinbruch hat in den vergangenen Tagen die Menschen auf Trab gehalten. Die nächsten Niederschläge kündigen sich schon an.