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Mitarbeiter in einem Coronavirus-Testzentrum

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    Wieder deutlich mehr Corona-Infektionen: Inzidenz bei knapp 125

    Die Corona-Lage verschärft sich weiter: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. So hoch waren die Neuansteckungen zuletzt Mitte Januar. Für Bayern wurden 3.206 Neuinfektionen gemeldet.

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    • BR24 Redaktion

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) in den letzten 24 Stunden 20.400 Neuinfektionen gemeldet. Laut RKI sind das gut 4.000 mehr als vor einer Woche. Binnen 24 Stunden sind in Deutschland 157 infizierte Menschen gestorben. Stark ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz gestiegen. Während der Wert am Freitag noch bei 119 lag – vor zwei Wochen sogar bei 76,1 –, erreichte er am Samstagmorgen bundesweit 124,9.

    Mehr Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen registrierte das RKI zuletzt am 19. Januar. Damals lag die Inzidenz bei 131,5. Die zuletzt wieder stark ansteigenden Infektionszahlen führen Experten auch auf die Verbreitung ansteckender Coronavirus-Varianten zurück.

    Inzidenz in Bayern steigt weiter an

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Erlangen hat eine bayernweite Inzidenz von 131,14 gemeldet. Damit hat sich der Inzidenzwert seit gestern noch einmal erhöht, am Freitag hatte dieser noch bei 124,88 gelegen. Wie das LGL meldete, infizierten sich innerhalb der vergangenen 24 Stunden 3.206 Menschen mit dem Coronavirus. Außerdem wurden elf Todesfälle gemeldet.

    Allein Unterfranken weist als einzige Region in Bayern keine dreistellige Inzidenz auf. Die anderen Regionen liegen über dem 100-er Wert. Dabei hat die Region Oberpfalz mit einer Inzidenz von 198,0 den höchsten Wert.

    Intensivmediziner warnen vor Lockerungen

    Angesichts der steigenden Fallzahlen warnten Intensivmediziner vor Lockerungen nach Ostern, wie es etwa das Saarland plant. Ähnlich äußerte sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Den Funke-Zeitungen sagte er, es sei klar, dass die Zahl der Infizierten weiter steige. Einige Länder zögen daher wieder die Notbremse mit verschärften Maßnahmen.

    2,8 Millionen Corona-Infizierte

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.755.225 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 2.477.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75.780.

    Auch R-Wert steigt weiter

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,14 (Vortag 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 114 weitere Menschen anstecken.

    Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

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