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Wie stehen Kommunalpolitiker zu Kramp-Karrenbauer? | BR24

© dpa-Bildfunk / Nicolas Armer

Annegret Kramp-Karrenbauer beim Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU/CSU

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Wie stehen Kommunalpolitiker zu Kramp-Karrenbauer?

Spitzenpolitiker treffen momentan in Würzburg auf 500 Kommunalpolitiker, um über die Anliegen der Kommunen zu diskutieren. Doch es steht vor allem eine Frage im Raum: Traut man Annegret Kramp-Karrenbauer die Kanzlerschaft zu?

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"Dezentral. Regional. Kommunal." lautet das diesjährige Motto des diesjährigen Kommunal-Kongresses der CDU und CSU, an dem am Freitag und Samstag in Würzburg stattfindet. Spitzenpolitiker treffen auf 500 Kommunalpolitiker. Um die Anliegen der Kommunen soll es bei dem Treffen in Würzburg gehen, doch es stehen auch viele andere Fragen im Raum. Zum Beispiel: Traut man Annegret Kramp-Karrenbauer die Kanzlerschaft zu?

Uneinigkeit über AKK als mögliche Kanzlerin

Einig ist man sich bei dem Thema nicht. Einige der Anwesenden sind durchaus von der Kanzlerqualität der aktuellen Verteidigungsministerin überzeugt. Claudia Hopfe, Stadträtin aus Langenhausen in Niedersachsen, erklärt: "Ich halte Frau Kramp-Karrenbauer für durchaus geeignet und wenn sie das machen möchte und der Parteitag wählt sie, dann wird sie das tun."

Deutlich skeptischer ist Daniel Röthig, Bürgermeister der Gemeinde Callenberg in Sachsen. Er findet, Kramp-Karrenbauer müsse sich noch weiter profilieren, um als Bundesvorsitzende weiter an der Spitze zu stehen. Es gehöre mehr dazu, als Bundesverteidigungsministerin zu sein, um die CDU Deutschlands zu führen. Ähnlich sieht es auch Otmar Schlereth, CSU-Stadtrat aus Eibelstadt bei Würzburg. "Ich würde mir jemand anders gerne vorstellen an der Spitze der CDU. Wir brauchen was Tatkräftiges an der Spitze der CDU für die nächste Bundestagswahl und da ist sie mir nicht so sehr genehm."

Es dürfe nicht nur um Positionen gehen

In ihrer Rede vor den 500 Delegierten und Gästen sprach die CDU-Vorsitzende dann über die Wiedervereinigung Deutschlands, betonte den Wert guter Bildung und die wichtige Arbeit, die Kommunen und Kommunalpolitiker vor Ort leisten. Schulen, Nahverkehr, Infrastruktur, daran machten Wählerinnen und Wähler den Erfolg der Politik fest, so Kramp-Karrenbauer.

"Die ersten Ansprechpartner und die, die es immer abbekommen, sind die Kommunen. Das heißt beim Verteilen des Geldes und der Zuständigkeiten immer am Ende der Nahrungskette. Aber bei der Frage, woran die Menschen den Staat festmachen, immer in der allerersten Reihe. Das ist ein Ungleichgewicht, das kann auf Dauer so nicht funktionieren und das muss geändert werden." Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

Ganz zum Schluss ihrer Rede nahm die CDU-Vorsitzende kurz Bezug zu den aktuell schlechten Umfragewerten und zum parteiinternen Streit, in dessen Fokus auch sie als Person steht. Es dürfe nicht wirken, als gehe es nur noch um Posten. "Es darf nie der Eindruck entstehen, dass der politische Gegner in den eigenen Reihen ist", betonte Kramp-Karrenbauer.

Auch nach der Rede ist die Meinung gespalten

Claudia Hopfe aus Niedersachsen ist nach dieser Rede weiter überzeugt von der amtierenden CDU-Vorsitzenden: "Sie hat klar gemacht, dass sie diese Personaldiskussionen nicht haben will und da stimme ich ihr zu."

Daniel Röthig aus Sachsen ist etwas zurückhaltender. Der Bürgermeister zeigt sich zwar zum Ende der Rede etwas überzeugter, findet aber auch weiterhin: "Sie muss auf alle Fälle noch zwei, drei Schippen drauf legen."

© BR

500 Kommunal-Politiker von CDU und CSU in Würzburg sind der erste Stimmungstest nach Beginn des Streits um die Kanzlerkandidatur. Eine Meinung herrscht vor: wie immer die Politiker auch zu AKK stehen, wollen alle ein Ende es Streits.