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Wie lange schützt eine Alltagsmaske? | BR24

© dpa/pa/Jdidi Wassim

Alltagsmasken

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    Wie lange schützt eine Alltagsmaske?

    Nach dem Ende der großen Ferien müssen in Bayerns Klassenzimmern für neun Tage Mund und Nase bedeckt werden - sowohl von Schülern als auch Lehrern weiterführender Schulen. Doch wie lange schützt eigentlich solch eine Alltagsmaske?

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    Bayerns Schüler müssen an weiterführenden Schulen in den ersten zwei Wochen nach Ferienende im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen - auch im Klassenzimmer an ihrem Platz. Eltern müssen jetzt ihre Kinder mit Alltagsmasken ausstatten. Bundesweit gilt bereits seit längerem in Handel und Nahverkehr eine Maskenpflicht.

    Masken: Barriere für Tröpfchenauswurf

    Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bieten Alltagsmasken zwar keine nachgewiesene Schutzwirkung gegen das Virus, dienen aber als Barriere für den Tröpfchenauswurf des Maskenträgers. Sie können damit Studien zufolge die Gefahr einer Übertragung zumindest ein Stück weit verringern. "Die Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden", heißt es vom BfArM auch.

    Alltagsmaske nach drei bis vier Stunden auswechseln

    Infektiologen wie Sebastian Lemmen von der Uniklinik Aachen werfen die Frage auf, wie das im Alltag umzusetzen wäre - und zweifeln an der Praxistauglichkeit. Viele tragen ihre Maske sicherlich mehrmals, ohne sie jedes Mal zu reinigen. Das sei erstmal kein Problem, sagt der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg. Dem Experten zufolge kann die Alltagsmaske in einem gewissen Zeitfenster durchaus beliebig oft getragen werden.

    Wie lange am Stück man einen Mundschutz tragen kann, hängt vor allem von der körperlichen Aktivität ab. Absetzen und auswechseln sollte man ihn sofort, wenn er feucht ist, empfiehlt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Spätestens aber nach drei bis vier Stunden.

    "Infektionsbrücke" bei feuchtem Mund-Nasen-Schutz

    Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik, das die Tragedauer von Schutzmasken untersuchte, lässt die Filterwirkung mit zunehmender Feuchte nach. Runter muss die Maske demnach "spätestens bei einer kompletten Durchfeuchtung", denn dann bestehe "die Gefahr einer Infektionsbrücke zwischen tragender Person und der Umgebung".

    Soll heißen: Beim Husten oder Niesen könnten dann Tröpfchen von der Außenfläche der durchfeuchteten Maske in die Umgebung geschleudert werden - und andere möglicherweise mit dem Erreger anstecken.

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