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Wie gut können Computer Menschen erkennen? | BR24

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Wie gut können Computer Menschen erkennen?

Am Bahnhof Berlin-Südkreuz startet heute die Testphase zur intelligenten Videoüberwachung. Ziel ist es, herauszufinden, wie gut Gesichtserkennung durch Überwachungskameras funktioniert – um sie gegen Kriminelle einsetzen zu können. Von Janina Lückoff

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Technischer Fortschritt dürfe bei den Sicherheitsbehörden nicht halt machen, sagt Bundesinnenminister de Maizière; er will intelligente Videoüberwachung im Kampf gegen Terrorismus einsetzen.

"Gute Polizeiarbeit braucht mehr als Personal und Befugnisse. Sie braucht auch gute Ausrüstung und intelligente Technik. Durch den Einsatz intelligenter Gesichtserkennungssysteme können zukünftig wesentlich bessere Ergebnisse für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erzielt werden." Thomas de Maizière, Bundesinnenminister

Ein halbes Jahr lang wird getestet, was auf Grundlage der aktuellsten Technik möglich ist. 250 Testpersonen haben ihre Namen und zwei Fotos ihres Gesichts speichern lassen. Drei Kameras filmen an einem Ein- und Ausgang sowie an einer Rolltreppe des Bahnhofs. Ein Computerprogramm vergleicht die Aufnahmen mit den gespeicherten Fotos. Es soll herausgefunden werden, ob Kameras und Computer die Menschen zuverlässig erkennen.

Sorge vor Daten-Missbrauch

Vertreter der Opposition sehen den Einsatz der sogenannten intelligenten Videoüberwachung kritisch. Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Jelpke, befürchtet neue Probleme beim Datenschutz:

"Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden wurde vor wenigen Wochen erlaubt, ohne weiteren Verdacht nach Gusto auf biometrische Passfotos der Meldebehörden zuzugreifen. Zusammen mit der Technik, die jetzt am Südkreuz getestet wird, ermöglicht dies die anlasslose und flächendeckende Überwachung der Gesamtbevölkerung und die Anlage von Bewegungsprofilen.“ Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag