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Wie reagiert die Klimaschutzbewegung auf die Corona-Krise?

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Wie die Klimabewegung auf die Corona-Krise reagiert

Corona beherrscht im Moment die Medien. Letztes Jahr war vor allem die Klimakrise und Fridays for Future die vorherrschenden medialen Themen. Was ist mit der Klimabewegung gerade los? Wir reagiert sie auf die Corona-Krise?

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Fast kein anderes Thema außer Corona. Andere Themen haben es im Moment schwer in den Medien.

So hören wir etwa schon von Dürre und Trockenheit - mit den Folgen für Klima und Landwirtschaft. Hektor Haarkötter ist Professor für Kommunikationswissenschaften an der Hochschule in Bonn. Er ist der Meinung: "Gerade so in den Hauptnachrichten und insbesondere im Fernsehen, das was die Menschen gerade massenhaft kucken, da gibt es fast kein anderes Thema mehr als Corona. Da fällt einiges hinten rüber, was trotzdem noch auf der Agenda wäre."

Corona überall

Dennoch: Besonders kleine Redaktionen lokaler Zeitungen haben derzeit mit komplizierten Arbeitsbedingungen und Kurzarbeit zu kämpfen. Wie bei der Augsburger Allgemeinen, erläutert Matthias Zimmermann. Er berichtet sonst viel über Klima- und Nachhaltigkeitsthemen. Aber Corona drängt sich vor: "Es wirft ja alles über den Haufen. Insofern suchen wir nicht gezielt nach Corona, sondern für die Unternehmen, Betriebe, Konsumenten ist es das Thema – wir suchen die relevantesten, wichtigsten Themen aus und die haben eben noch einen durchgehenden Bezug zu Corona, weil diese Epidemie unser Leben in allen Bereichen berührt."

Was macht Fridays for Future?

Fridays for Future musste sich in den letzten Wochen auch erst sortieren, erzählt der Pressebeauftragte von Fridays für Future Deutschland, Nick Heubeck: "… weil man sich persönlich erstmal mit der neuen Krise - der zweiten Krise - auseinandersetzt. Erstmal auch persönlich kuckt, was bedeutet das für uns, familiär und was auch immer."

Die mediale Aufmerksamkeit ist dann auch wieder da – besonders zur Frage, wie und ob die Bewegung trotz Corona weitermacht. Letzten Freitag stand der lang geplante globale Streiktag an. Es gab einige Herausforderungen: "Wir müssen was finden, was virenfrei ist, was aber trotzdem die größtmögliche Aufmerksamkeit für das Thema kreiert. Dann war die Kombination aus physischen Aktionen, den Schildern, und dem digitalen Netzstreik fürs Klima eine Kombination, die relativ gut ankam," sagt Nick Heubeck.

Digitaler Streik

Und prompt berichtete die Tagesschau am gleichen Tag. Jetzt hofft Fridays for Future, neben der Diskussion um das "Wie" des digitalen Streikens, auch wieder mehr Inhalte setzen zu können. In Positionspapieren, Gesprächen oder Gastbeiträgen wollen die Klimaaktivisten darauf drängen, finanzielle Hilfen zum Rauskommen aus der Corona-Krise ökologisch und sozial gerecht einzusetzen.

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