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WhatsApp von Facebook

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    Neue Nutzungsregeln: WhatsApp bleibt komplett verschlüsselt

    WhatsApp kämpft nach der Bekanntgabe neuer Nutzungsregeln mit Kritik und Abwanderung einiger Nutzer. Die Sorge: Dass die Konzernmutter Facebook mehr Nutzerdaten abgreift. Nun räumt der Messenger-Dienst Fehler in der Kommunikation ein.

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    Von
    • Dominik Einzel

    WhatsApp gehört zu den beliebtesten Smartphone-Apps der Welt. Mehr als zwei Milliarden Menschen nutzen sie auf ihren Geräten. Nachdem der zu Facebook gehörende Dienst aber neue Nutzungsregeln angekündigt hatte, hagelte es Kritik und User wanderten zu anderen Diensten ab.

    "Missverständnis" bei der Ankündigung neuer Regeln

    WhatsApp-Chef Cathcart räumte Fehler bei der Ankündigung der neuen Regeln ein. "Wir müssen klar kommunizieren, was wir machen und warum." Dies habe WhatsApp verpasst. "Wir wurden erst klarer, als wir die Verwirrung sahen. Das geht auf unsere Kappe", sagte Cathcart. Auslöser war die Einschätzung, dass mit dem Mitte Mai in Kraft getretenen Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden sollen.

    Komplett-Verschlüsselung bleibt bestehen

    WhatsApp bekräftigte, dass Kommunikation der Nutzer weiterhin komplett verschlüsselt sei und stellte neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre in Aussicht. Dazu gehöre die Möglichkeit, Nachrichten zu verschicken, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Das könne zum Beispiel nützlich sein, wenn man Familienmitgliedern ein Passwort schicken müsse. Auch wird man einstellen können, dass Chats nach einer bestimmten Zeit von alleine verschwinden. "Die Menschen wollen insgesamt nicht, dass ihre Nachrichten für immer erhalten bleiben", betonte Cathcart.

    Viele Nutzer stimmten den neuen Regeln auch zu

    Inzwischen habe ein Großteil der Nutzer, die bereits nach ihrer Zustimmung zu den neuen Regeln gefragt wurden, diese akzeptiert, sagte Cathcart. Ursprünglich sollten Nutzer, die den neuen Regeln nicht zustimmen, mit der Zeit den Zugriff auf Grundfunktionen verlieren. Inzwischen drohen ihnen keine Konsequenzen mehr. Nur die neuen Funktionen zur Kommunikation mit Unternehmen wird man lediglich nach Zustimmung zum Update nutzen können. WhatsApp zufolge waren sie der zentrale Grund für die Änderung der Nutzungsbedingungen.

    Verschlüsselung erschwert Strafverfolgung

    In mehreren Ländern laufen Versuche von Regierungen und Behörden, die Komplett-Verschlüsselung in Chatdiensten wie WhatsApp auszuhebeln. Auch in Deutschland gibt es einen Gesetzentwurf, mit dem der Verfassungsschutz die Quellen-Telekommunikationsüberwachung auch in verschlüsselten Chatdiensten ermöglicht werden soll.

    Bei klassischen SMS-Nachrichten ist es schon lange so, dass Telekommunikationsanbieter Behörden die Überwachung ermöglichen müssen. Für die verschlüsselten Chatdienste gilt das bisher nicht. Sicherheitsbehörden kritisieren, dadurch kämen sie nicht an die Kommunikation von Kriminellen oder Extremisten heran.

    Schutz der Bürger steht im Vordergrund

    Whatsapp-Boss Cathcart kritisierte, dass einige Regierungen versuchten, die Verschlüsselung in Chatdiensten aufzuweichen. "Ich hoffe, dass Regierungen mit der Zeit einsehen, dass die wichtigste Rolle, die sie spielen können, ist, für mehr Sicherheit zu sorgen" - zum Beispiel, indem sie Standards für Unternehmen vorgeben.

    WhatsApp argumentiere bei Regierungen, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Sicherheit der Bürger schützen helfe. Facebook halte weiterhin an dem Plan fest, die Komplett-Verschlüsselung als nächsten Schritt auch in seinen zweiten Chatdienst "Messenger" zu bringen, sagte Cathcart.

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