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Wetterexperte warnt: Wasser könnte im Sommer knapp werden | BR24

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Eine Staubwolke hinter einem Traktor auf trockenem Acker.

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    Wetterexperte warnt: Wasser könnte im Sommer knapp werden

    Der BR-Wetterexperte Michael Sachweh hat mit Blick auf die derzeitige Hitzewelle im Interview mit der Rundschau erklärt, dass es in diesem Sommer möglicherweise zu Wasserknappheit kommen könnte.

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    Für den Wetterexperten Michael Sachweh ist klar: Im Sommer droht Wasserknappheit. Der Grundwasserspiegel sei nach dem Hitzesommer vom letzten Jahr noch sehr niedrig. Es könne sein, dass sich dann alle beim Wasser einschränken müssten. Auch die Landwirtschaft stehe da vor Problemen.

    Backofen-Hitze am Sonntag

    Derzeit sei eine Änderung der Großwetterlage nicht in Sicht. Zwar werde es die nächsten Tage etwas abkühlen, auf 30 Grad im Durchschnitt, aber schon am Sonntag könne es noch einmal „mörderisch heiß“ werden, so Sachweh. Am Montag und Dienstag seien Gewitter möglich, doch dann werde es wohl wieder sehr sonnig und warm.

    Klimawandel: Immer häufigere Hitze

    Häufigere Hitzewellen seien definitiv ein Bestandteil des Klimawandels, betonte der Meteorologe. Das zeige die Statistik deutlich. Ungewöhnlich sei, dass die Hitze in diesem Jahr schon im Juni begonnen habe. Sonst fände man Hitzewellen eher im Juli und August vor.

    Wandel des Wetters: Großwetterlagen bleiben länger

    Sachweh erläuterte, dass durch eine ungleichmäßige Verteilung der globalen Erwärmung, eine stärkere Erwärmung in höheren Breiten wie an den Polkappen, eine weniger starke Erwärmung in niederen Lagen wie etwa am Äquator, die Luftmassen sich weniger schnell bewegten. Dadurch hielten sich Großwetterlagen länger: Hitze genauso wie etwa der Schneefall in diesem Winter.