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Wer in Kaliforniens Tech-Branche ist Pro-Trump? | BR24

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Dem Silicon Valley sagt man gerne nach, es sei links und würde die Demokratische Partei bevorzugen. Was dabei leicht übersehen wird: In der Tech-Branche gibt man sich gerne "libertär", was einen nicht unbedingt zum Unterstützer von Joe Biden macht.

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Wer in Kaliforniens Tech-Branche ist Pro-Trump?

Dem Silicon Valley sagen viele nach, es sei links und würde die Demokratische Partei bevorzugen. Was dabei leicht übersehen wird: In der Tech-Branche gibt man sich gerne "libertär", was einen nicht unbedingt zum Unterstützer von Joe Biden macht.

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Wenn Donald Trump über das Silicon Valley spricht, dann meist nur negativ. Denn der US-Präsident meint: "Twitter gibt sich in bestimmten Momenten als neutrale Plattform, in Wirklichkeit ist es aber eine politische Plattform, mit einer festgefügten Meinung. Das, was sie auf Fakten überprüfen, zeigt, dass sie politische Aktivisten sind. Und das gehört sich nicht."

Untersuchungen haben gezeigt, dass er mit seiner Behauptung falsch liegt. Nur eines ist gewiss: Donald Trump ist im Silicon Valley so unbeliebt wie nie zuvor. Die Zahl der großen Unterstützer lässt sich jedenfalls an einer Hand abzählen.

Nur wenige Trump-Unterstützer im Silicon Valley

Da ist der Oracle Mit-Gründer Larry Ellisson. Er soll mehrere tausend Dollar für den Trump-Wahlkampf gespendet haben. Ebenso seine Nachfolgerin als Chefin von Oracle Safra Catz. Aber dann wird die Luft schon dünner.

Vor vier Jahren hat sich noch der deutschstämmige Investor Peter Thiel als Unterstützer von Trump geoutet. Beim Parteitag der Republikaner sagte er damals: "Ich stimme nicht mit jedem Punkt unserer Partei überein." Aber falsche Kulturkämpfe würden das Land vom wirtschaftlichen Niedergang ablenken. "Keiner ist hier wirklich glaubhaft, außer Donald Trump", so Thiel damals. Doch das ist Vergangenheit. Thiel hat dieses Mal nichts gespendet.

Nicht nur "super-linke politische Hippies" im Silicon Valley

"Davon auszugehen, dass im Silicon Valley nur super-linke politische Hippies leben, ist falsch", sagt Katharina Borchert vom Browser-Hersteller Mozilla. Borchert ist eine der wenigen deutschen Top-Managerinnen im Silicon Valley. "Das Gegenteil ist richtig. Das Silicon Valley ist voll von Geschäftsleuten, die ihren Profit maximieren wollen und denen sich politische Ansichten oft unterzuordnen haben."

In den USA müssen Spenden für Parteien und politische Kandidaten offen gelegt werden. Dadurch lässt sich relativ einfach zuordnen, für welchen Kandidaten die Angestellten der Tech-Unternehmen im Silicon Valley gespendet haben.

Spenden-Verhältnis: 250.000 zu 5 Millionen Dollar pro Biden

Und hier könnten die Verhältnisse nicht eindeutiger sein: Fast fünf Millionen Dollar haben die Tech-Angestellten in den vergangenen Monaten an Joe Biden gespendet, nur rund 250.000 Dollar an Donald Trump. Die meisten Unterstützer für Biden finden sich bei Netflix, dem Grafikkartenhersteller Nvidia, bei Google, Microsoft und Apple.

Am konservativsten ticken die Angestellten des Datenbank-Unternehmens Oracle. 67 Prozent der Mitarbeitenden haben dort Geld an Biden gespendet, 33 Prozent überwiesen Geld an Trump. Schaut man sich die größten Pro-Biden-Spender an, wird das Bild noch klarer: Facebook-Mitgründer Dustin Moskovitz hat 22 Millionen Dollar in Anti-Trump-Wahlkampf-Werbevideos gesteckt. Beim ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt war es eine Dreiviertel-Million Dollar.

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