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Wenn Windräder brennen, ist die Feuerwehr meist machtlos | BR24

© dpa/pa/wst olg

Feuerwehr bei Windradbränden meist machtlos - Reichen die Kontrollen?

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    Wenn Windräder brennen, ist die Feuerwehr meist machtlos

    Ein Feuer in einem Windrad ist besonders schwer zu löschen. Oft lässt die Feuerwehr die Anlage kontrolliert abbrennen, wie zuletzt in Syke geschehen. Aber was ist mit Windrädern in der Nähe von Siedlungen und Straßen? Reichen die Kontrollen aus?

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    Wenn die Turbinen von Windrädern in Brand geraten, ist die Feuerwehr meist machtlos und lässt die Anlagen wie zuletzt in Syke bei Bremen kontrolliert abbrennen. In weit über 100 Meter Höhe können die Feuerwehrleute mit ihrer Technik oft nichts ausrichten. In manchen Fällen reißen auch meterlange Flügel ab oder ein Turm knickt um.

    Feuer im Windrad: Zahlen gibt es nicht

    Wie oft das genau passiert ist unklar, denn ein bundesweites Schadensregister gibt es nicht. Die Branche geht von nur wenigen Schadensereignissen aus, die bei bundesweit 30.000 errichteten Anlagen im Promillebereich liegen sollen. Der TÜV möchte trotzedem eine strengere Überprüfung der Anlagen erreichen.

    Gefahr durch Windräder nahe Siedlungen und Straßen

    "Unfälle sind ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Umwelt, zumal Windparks immer näher an Straßen und Siedlungen heranrücken", sagt Geschäftsführer Joachim Bühler vom TÜV-Verband. Für etwa die Hälfte aller deutschen Windräder seien keine Prüfungen nach einheitlichen Kriterien von unabhängigen Stellen vorgeschrieben. Der Verband fordert daher häufigere Sicherheitskontrollen wie bei Tankstellen, Aufzügen oder Druckbehältern.

    Unglücke bei Windräder bei guter Wartung sehr selten

    "Gemessen an den Millionen von Betriebsstunden der Anlagen sind große Havarien äußerst selten und liegen im Promillebereich", sagt dagegen Felix Rehwald vom Windanlagenhersteller Enercon. Bei guter Wartung seien daher keine zusätzlichen Prüfungen nötig.