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Wenn die Erderwärmung eine ganze Insel bedroht | BR24

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Folgen des Klimawandels: Tuvalu versinkt im Meer

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Wenn die Erderwärmung eine ganze Insel bedroht

Tuvalu droht im Meer zu versinken - noch ist der Inselstaat ein Extrembeispiel für die Folgen des Klimawandels, Sabine Minninger, Klimaexpertin von "Brot für die Welt", fordert, die Folgen der Erderwärmung als Fluchtgrund anzuerkennen.

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Das Beispiel Tuvalu ist eindeutig - Menschen verlassen ihre Heimat, weil die Folgen des Klimawandels ihnen die Lebensgrundlage entziehen: die Böden versalzen, es gibt keine Süßwasserquellen mehr, Wasser muss teuer importiert werden, Landwirtschaft ist kaum mehr möglich. Dazu häufen sich Springfluten, die immer wieder ihre Häuser zerstören.

Klimawandel als Fluchtgrund anerkennen

Derzeit wird der Klimawandel völkerrechtlich nicht als Asylgrund anerkannt. Das aber muss sich ändern, fordert die Klimaexpertin Sabine Minninger von "Brot für die Welt". Denn zunehmend sehen sich Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie neben Kriegen, bewaffneten Konflikten auch noch die Folgen des Klimawandels erleiden müssen. Dürre in Afrika, Überflutungen der Küsten, selbst den Bürgerkrieg in Syrien diskutieren Wissenschaftler derzeit unter dem Vorzeichen des Klimawandels. Eindeutig ist der Zusammenhang zwischen Migration und Klimawandel allerdings selten. Häufig überlagern sich verschiedene Faktoren. Die Wissenschaft dazu steckt noch in den Kinderschuhen.

Klimaschutz muss oberste Priorität haben

Die internationale Energiewende hat mit dem Pariser Abkommen begonnen. Selbst kleine Staaten in Afrika wollen die Konvention umsetzen. Doch die Klimareferentin Sabine Minninger warnt davor, dass der Klimawandel zukünftig vermehrt zivile Konflikte und Bürgerkriege auslösen könnte. Die internationale Staatengemeinschaft sei gefordert, Regularien für Umsiedlungs- und Hilfsaktionen zu erlassen. Nimmt man den Klimawandel als Fluchtgrund nicht ernst, drohe eine humanitäre Krise.