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Weniger Straftaten: Seehofer stellt Kriminalstatistik vor | BR24

© dpa-Bildfunk/ Foto: Armin Weigel

Polizisten nehmen einen Mann fest

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    Weniger Straftaten: Seehofer stellt Kriminalstatistik vor

    Bundesinnenminister Seehofer will heute die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorstellen. Der CSU-Politiker hatte schon im März bekannt gegeben, dass die Polizei weniger Straftaten erfasst habe.

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    So sollen etwa Wohnungseinbrüche seltener geworden sein. Drogendelikte hätten allerdings zugenommen. Laut einem Bericht der "Welt" registrierte die Polizei 5,55 Millionen Straftaten. Das wären 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Tatverdächtigen sank demnach um 2,9 Prozent auf 2,05 Millionen. Damit setzt sich der Trend aus dem Jahr 2017 fort. Das Innenministerium meldete damals den niedrigsten Stand bei den Straftaten seit 1992.

    Auch Zahl der Diebstahlsdelikte rückläufig

    Rund ein Drittel der gemeldeten Straftaten seien dem Bericht zufolge Diebstähle. Es seien weniger Fahrzeug- und Fahrraddiebstähle angezeigt worden, auch Taschen- und Ladendiebstahl habe erheblich abgenommen. Die Zahl gemeldeter Wohnungseinbrüche sei auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gesunken. Dagegen sei Tankbetrug, also Benzindiebstahl, leicht gestiegen.

    Statistik ist mit Vorsicht zu genießen

    Rückschlüsse, wie hoch die Kriminalitätsbelastung tatsächlich ist, lassen sich aus den Zahlen der Statistik aber nur bedingt ziehen, weil unklar ist, wie viele Delikte gar nicht zur Anzeige gebracht wurden. Seehofer will deshalb in diesem Jahr auch eine Untersuchung vorstellen, bei der es unter anderem darum geht, wie sicher sich die Bürger fühlen und wie sie die Arbeit von Polizei und Justiz bewerten.

    Aufklärungsquote könnte theoretisch über 100 Prozent liegen

    Mehr als die Hälfte der Straftaten wurde dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr aufgeklärt. Auch diese Quote ist wegen einer statistischen Verzerrung nur wenig aussagekräftig: Sollten in einem Jahr mehr Straftaten - auch aus vergangenen Jahren - aufgeklärt werden, als neue Delikte dazukommen, wären theoretisch sogar Aufklärungsquoten von mehr als 100 Prozent möglich.