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Deutschland & Welt

Weniger Krankenhäuser + mehr Behandlungen = weniger Auslastung | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe

Behandlung in einer Klinik

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    Weniger Krankenhäuser + mehr Behandlungen = weniger Auslastung

    In Deutschland werden in immer weniger Kliniken immer mehr Behandlungen durchgeführt. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Weil die Patienten aber immer kürzer im Krankenhaus bleiben, sind diese dennoch immer schlechter ausgelastet.

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    Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 1.980 Kliniken, 16 weniger als 2013, so das Statistische Bundesamt. Vor 20 Jahren - 1994 - hatte es noch 2.337 Krankenhäuser gegeben. Die Zahl der Betten in den Kliniken ist ebenfalls rückläufig. 2014 betrug sie 500.700. Vor zwei Jahrzehnten hatte es noch 618.000 Krankenhausbetten gegeben. 

    Schnell rein - schnell wieder raus

    Dagegen stieg die Zahl der sogenannten "Behandlungsfälle": 19,1 Millionen Behandlungen wurden im vergangenen Jahr stationär durchgeführt - 1,9 Prozent mehr als 2013 und 3,6 Millionen mehr als 1994. Experten führen dies auf den immer höheren Anteil älterer Menschen in Deutschland zurück, die pro Kopf häufig mehrere Klinikaufenthalte pro Jahr benötigen.

    Es gibt also mehr stationäre Behandlungen in weniger Klinikbetten - die Auslastung der Betten geht aber trotzdem zurück. Die Patienten blieben 1994 nämlich im Schnitt noch zwölf Tage im Krankenhaus, im vergangenen Jahr waren es hingegen nur noch 7,4 Tage.