BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Weniger Geburten als Sterbefälle in 2019 | BR24

© BR / Fabian Strauch

In Deutschland gab es 2019 weniger Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen.

1
Per Mail sharen

    Weniger Geburten als Sterbefälle in 2019

    In Deutschland sind 2019 wieder weniger Kinder geboren worden als Menschen verstarben. Das spiegelt den demografischen Trend seit den Siebzigern wieder. Eheschließungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls ab.

    1
    Per Mail sharen

    In Deutschland wurden letztes Jahr 778.100 Babys geboren. Das waren 9.400 Kinder weniger als 2018, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl kommen somit 9,4 Neugeborene auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. 2018 hatte dieses Verhältnis mit 9,5 Kindern noch etwas höher gelegen.

    Sterberate wieder leicht gesunken

    Im Vergleich zu den Geburten wurden letztes Jahr 939.500 Sterbefälle verzeichnet. Damit starben 161.400 Menschen mehr, als Kinder auf die Welt kamen. Im Vorjahr war diese Differenz mit 167.400 noch etwas größer. Dass es in Deutschland mehr Sterbefälle als Geburten gibt, ist laut Bundesamt für Statistik ein langfristiger demografischer Trend, der seit 1972 anhalte.

    Allerdings ist die Anzahl verstorbener Menschen wieder leicht gesunken. 2018 wurde die Sterberate durch eine starke Grippewelle beeinflusst und ist im Jahr 2019 um rund 1,6 % geringer.

    Deutschland im EU-Vergleich

    Laut der Eurostat Datenbank lag Deutschland 2019 im EU-Vergleich (EU 27) bei den Geburten und Sterbefällen etwas über dem EU-Durchschnitt von 9,4. In Deutschland wurden rund 9.3 Kinder je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner geboren. Schlusslicht im EU-Vergleich ist Italien mit 7,0 Geburten, Spitzenreiter ist Irland mit einer Bruttogeburtenziffer von etwa 12,1.

    Bei den Sterbefällen lagen die EU-Mitgliedstaaten im Schnitt bei 10,4 Todesfällen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, in Deutschland waren es 11,3. Die meisten Sterbefälle gab es in Bulgarien (15,5), die geringste Sterberate in Irland (circa 6,3).

    Bayern mit zweithöchster Geburtenrate

    Bayern ist mit 128.227 Geburten in 2019 nach Nordrhein-Westfalen (170.391) das Bundesland mit der zweithöchsten Geburtenrate. Die Geburtenzahl war die höchste seit 1997.

    In Niederbayern kamen 2019 fast drei Prozent mehr Babys zur Welt als im Vorjahr. Auch in der Oberpfalz gab es einen Anstieg von 2,4 Prozent. In Oberbayern und Mittelfranken wurden hingegen weniger Kinder als im vorangegangen Jahr geboren worden.

    Mit 134.313 Todesfällen verzeichnete der Freistaat die zweithöchste Sterberate hinter den Westfalen.

    Eheschließungen gehen leicht zurück

    Wie bei Geburten und Sterbefällen ist auch die Anzahl der Eheschließungen 2019 zurückgegangen. Insgesamt wurden laut dem Bundesamt in Deutschland 416.300 Ehen geschlossen. Davon gab es 402.300 Eheschließungen zwischen Frau und Mann und etwa 14.000 zwischen gleichgeschlechtliche Paaren.

    Im Vergleich zu 2018 sank die Zahl der Neuverheirateten daher um 7,4 Prozent. Die "Ehe für alle" im Oktober 2017 hatte zu besonders vielen Eheschließungen geführt.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!