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Weniger Antibiotika im Fleisch | BR24

© pa/dpa/Stefan Sauer

Mastschweine

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    Weniger Antibiotika im Fleisch

    Bei der Tierzucht kommen weniger Antibiotika zum Einsatz - das ergaben Erhebungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Antibiotika in der Tierhaltung stehen in der Kritik, weil dadurch resistente Keime entstehen können.

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    Ein Forschungsprojekt des BfR ergab, dass Mastschweine deutlich seltener mit Antibiotika behandelt wurden: 2011 verabreichte man es ihnen an fünf Tagen pro Stallplatz und Halbjahr, 2014 nur noch an einem Tag. 

    Grund dafür könnte das geänderte Arzneimittelgesetz sein: Seit einem Jahr müssen Tierhalter ab einer bestimmten Bestandsgröße Angaben über den Einsatz von Antibiotika machen. Womöglich wachse aber auch das Problembewusstsein bei Landwirten, so Lothar Kreienbrock von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der für das BfR zum Thema Antibiotika in der Tierhaltung forscht.

    "Eine positive Erkenntnis aus unseren Studien ist, dass antibiotikaresistente Keime in der Lebensmittelkette nicht weiter zunehmen." BfR-Präsident Andreas Hensel

    25.000 Menschen sterben jährlich an resistenten Keimen

    Man vermutet, dass der unsachgemäße Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht dafür sorgt, dass immer mehr Bakterien immun dagegen werden. Allein in der Europäischen Union sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganistaion (WHO) pro Jahr etwa 25.000 Menschen an den Folgen von Antibiotika-Resistenzen.