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Weltweites Entsetzen über Anschläge von Sri Lanka | BR24

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Bei einer verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen sowie auf Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka mindestens 187 Menschen ums Leben gekommen Nach offiziellen Angaben gab es bei acht Explosionen außerdem mehr als 500 Verletzte.

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Weltweites Entsetzen über Anschläge von Sri Lanka

Nach den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka ist die Bestürzung weltweit immens. Unter anderem verurteilen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Bundesregierung die Anschlagserie scharf.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verfolge die "feigen Terroranschläge fassungslos und voller Entsetzen", heißt es in einem Kondolenzschreiben an den Präsidenten von Sri Lanka, Maithripala Sirisena.

"Besonders niederträchtig ist, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser hinterhältigen Angriffe wurden." Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Deutschland stehe an der Seite Sri Lankas "in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten", so Steinmeier. Tief betroffen zeigt sich der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. "Auch die schlimmste Gewalt wird uns nicht dazu bringen, vor dem Hass zu kapitulieren", erklärte der Landesbischof.

Heiko Maas: Niederträchtige Tat

"Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen."

Außenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, die "niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in den Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende.

"Nichts kann die gezielte Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen." Außenminister Heiko Maaß (SPD)

Papst Franziskus ist bestürzt über die Anschlagsserie in katholischen Kirchen und Hotels auf Sri Lanka. Er habe "mit Trauer die Nachricht der schweren Attentate, die ausgerechnet heute, zu Ostern, Todesfälle und Schmerzen in einige Kirchen und andere Versammlungsorte in Sri La gebracht haben", reagiert, sagte das Kirchenoberhaupt nach der Verkündigung seiner Osterbotschaft auf dem Petersplatz. Er sei der dortigen christlichen Gemeinde nahe und "allen Opfern solch grausamer Gewalt". Franziskus sagte, er vertraue die Toten und Verletzten "dieses dramatischen Ereignisses" Gott im Gebet an.

Trump: Stehen bereit, um zu helfen

US-Präsident Donald Trump sprach den Menschen des Inselstaats sein Mitgefühl aus. Er bot in einer Nachricht auf Twitter zugleich die Unterstützung der USA an. "Wir stehen bereit, um zu helfen", schrieb der US-Präsident. Er sprach von "schrecklichen Terrorattacken". Trump sprach in einem ersten Tweet fälschlicherweise von 138 Millionen Toten. Wenig später löschte er ihn und sendete eine korrigierte Variante.

Bestürzung auch bei UN-Generalsekretär António Guterres. "Der Generalsekretär ist schockiert über die terroristischen Attacken auf Kirchen und Hotels an Ostersonntag, einem heiligen Tag für Christen überall auf der Welt", erklärte ein Sprecher in New York.

Putin: Grausames und zynisches Verbrechen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge scharf verurteilt. "Das ist ein grausames und zynisches Verbrechen inmitten der Osterfeiertage", hieß es in einem Schreiben Putins an den Präsidenten von Sri Lanka.

"Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber eine verdiente Strafe bekommen." Russlands Präsident Wladimir Putin

Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern zeigt sich ebenfalls tief betroffen: "Neuseeland verurteilt alle Terrorhandlungen und unsere Entschlossenheit ist durch den Angriff auf unserem eigenen Boden nur bestärkt worden", schrieb Ardern mit Blick auf die Terrortat von Christchurch.

Rivlin: Attacke auf uns alle

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin sprach von einem "abscheulichen Verbrechen". Die Anschläge hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, so Rivlin auf Twitter: "Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle." Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schrieb ebenfalls auf Twitter: "Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit."

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani erklärte, Angriffe auf Gottesdienstbesucher seien schrecklich. Sein Land stehe "an diesem dunklen Tag" in Solidarität an der Seite Sri Lankas."

Osterbotschaften: Kein Raum für Hass

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus: "Sprachlos stehen wir dieser Welle blinder Gewalt gegenüber, die zum Osterfest die gesamte Bevölkerung Sri Lankas, die vielen Gäste aus dem Ausland und insbesondere die Kirche getroffen hat", fügte Marx in einem am Sonntag veröffentlichten Brief an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Sri Lanka, Bischof Julian Winston Fernando, hinzu.

"Auch die schlimmste Gewalt wird uns nicht dazu bringen, vor dem Hass zu kapitulieren", erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit Blick auf die verheerenden Anschläge in Sri Lanka.

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Die deutschen Bischöfe zeigten sich erschüttert über die Anschläge auf Sri Lanka. Man werde nicht vor Hass kapitulieren, so der evangelische Ratspräsident Bedford-Strohm. Kardinal Marx sprach den Überlebenden und Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus.

Deutsche Muslime schockiert

Die deutschen Islamverbände haben die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt und Christen ihre Solidarität versichert. "Wir dürfen uns von Terror und Gewalt nicht spalten lassen", erklärte der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland erklärte: "Wir beten für die Verletzten." Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) unterstrich: "Wir sind solidarisch mit den Opfern des Terrors."

Der deutsche Islamrat rief dazu auf, Solidarität gegen Terror zu setzen. Terroristen griffen immer wieder friedlich betende Menschen an und töteten sie, erklärte der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, am Sonntag in Köln. Gläubige müssten erst recht in solchen Zeiten den Dialog fördern. Sein Beileid spreche er nicht nur den Angehörigen aus, sondern auch allen Christen, unterstrich Kesici. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, erklärte, er sei in Gedanken bei den Opfern und Familien. Terrorismus werde niemals siegen, schrieb er auf Twitter. Er warnte davor, die Anschläge zu instrumentalisieren, um Hass und Zwietracht zu streuen.