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Weitere Rauswürfe für Parler: Trumps Sprachrohre werden weniger | BR24

© BR/Katharina Wilhelm

Rauswurf für Parler nach Google und Apple nun auch von Amazon: Amazon Web Services (AWS) werde ab Sonntag 23.59 Uhr (Pacific Standard Time/07.59 GMT) dem Nachrichtendienst als Webhost nicht mehr zur Verfügung stehen, teilte AWS am Sonntag mit.

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Weitere Rauswürfe für Parler: Trumps Sprachrohre werden weniger

Die Kommunikationswege für Trump werden immer weniger: Nach Google und Apple schließt nun auch Amazon das soziale Netzwerk Parler aus. Die Plattform nutzen viele Trump-Fans, nachdem sie von Diensten wie Twitter ausgeschlossen wurden.

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Von
  • Katharina Wilhelm

Nach Google und Apple hat am späten Samstag auch Amazon mitgeteilt, dass das Unternehmen das Netzwerk Parler nicht mehr hosten wird. Damit müsste die gesamte Website offline gehen, wenn nicht bis Sonntagabend ein neuer Hosting-Service gefunden wird.

Parler beliebt bei Trump-Anhängern

Google und Apple hatten das Herunterladen der bei Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump beliebten Blog-App bereits blockiert. Die Unternehmen führten an, dass die Plattform keine ausreichenden Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Inhalten biete und die Moderation der Beiträge unzureichend sei. Apple verwies auf Beiträge von Nutzern, die einen bewaffneten Protest in Washington planten.

Parler ist ein soziales Netzwerk, zu dem viele Trump-Anhänger gewechselt sind, nachdem sie von Diensten wie Twitter ausgeschlossen wurden. Die Plattform ist allerdings wesentlich kleiner: So nutzen derzeit etwa zehn Millionen Menschen Parler, Twitter verzeichnet pro Monat 330 Millionen Nutzer. Twitter hatte am Freitag Trumps privaten Account dauerhaft gesperrt. Drei Tage nach dem Sturm aufs Kapitol durch Trump-Anhänger begründete der Kurznachrichtendienst den Schritt damit, dass Trumps jüngste Tweets das Risiko einer weiteren Anstiftung zu Gewalt erkennen ließen. Anschließend war darüber spekuliert worden, ob Trump seine Online-Aktivitäten nun auf Parler verlegen würde.

Fünf Tote bei Stürmung des Kapitols

Aufgebrachte Trump-Befürworter hatten am Mittwoch das Kapitol, den Sitz des amerikanischen Parlaments, erstürmt. Fünf Menschen - darunter ein Polizist - starben im Zusammenhang mit den Ausschreitungen, die weltweit für Entsetzen sorgten. Trump hatte zuvor Tausende seiner Anhänger in einer Rede und über seine Social-Media-Kanäle aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren, wo die Wahl seines Rivalen Joe Biden gerade offiziell bestätigt werden sollte.

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