Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Weitere deutsche Vogelarten vom Aussterben bedroht | BR24

© picture-alliance/dpa/BirdLife International

Turteltaube

Per Mail sharen

    Weitere deutsche Vogelarten vom Aussterben bedroht

    Die Zahl der Vogelarten in Deutschland, die vom Aussterben bedroht sind, hat sich verdoppelt. Laut einer neu vorgelegten Liste des NABU geht es bei jetzt insgesamt 22 von ihnen ums Überleben.

    Per Mail sharen

    Eher überraschend ist die - früher häufig vorkommende - Turteltaube auf die Rote Liste gekommen. Sie war zuvor noch nicht einmal auf der Vorwarnstufe, wie es bei der Dachorganisation des NABU, BirdLife International, heißt. Ihr Bestand ist demnach allein in den vergangenen zwölf Jahren um über 40 Prozent zurückgegangen. 

    "Die Aufnahme der Turteltaube in die Liste der global gefährdeten Vogelarten ist ein Schock für alle Vogelschützer. Umso unverständlicher erscheint die Tatsache, dass Turteltauben in vielen Ländern Europas auf dem Herbstzug noch immer in großen Zahlen abgeschossen werden dürfen."

    Lars Lachmann, Vogelschutzexperte des NABU

    Auch die Tafelente ist gefährdet

    Auch die Tafelente, die in Deutschland mit knapp 5.000 Paaren brütet, hat international so stark abgenommen, dass sie nun weltweit als "gefährdet" gilt, so der NABU. Über zehn Prozent des europäischen Bestandes dieser Art verbringen demnach den Winter in Deutschland.

    Neun weitere Vogelarten auf Vorwarnliste

    Weitere neun deutsche Vogelarten wurden in die sogenannte Vorwarnliste aufgenommen. Auch ihre Zahl nimmt stark ab. Dazu gehören die Feuchtwiesenarten Kiebitz und Wiesenpieper, der auf Helgoland brütende Hochseevogel Tordalk und die Küstenvögel Eiderente, Austernfischer, Knutt, Pfuhlschnepfe und Sichelstrandläufer. 

    Verbesserungen nur für die Samtente

    Nur für eine deutsche Vogelart gibt es gute Nachrichten: Die Samtente, eine Art, von der etwa ein Viertel der Weltpopulation in der deutschen Ostsee überwintert, nahm zuletzt weniger stark ab, so dass sie von "stark gefährdet" auf "gefährdet" zurückgestuft werden konnte.