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Weiter keine Einigung auf der Weltklimakonferenz | BR24

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Auf der Weltklimakonferenz in Madrid gibt es es nach wie vor keine Einigung. Die Delegierten verhandelten die ganze Nacht lang. Laut den Vereinten Nationen sollen die Vertreter der mehr als 190 Staaten am Vormittag zum Schlußplenum zusammenkommen.

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Weiter keine Einigung auf der Weltklimakonferenz

Auf der Weltklimakonferenz in Madrid gibt es es nach wie vor keine Einigung. Die Delegierten verhandelten die ganze Nacht. Laut den Vereinten Nationen sollen die Vertreter der mehr als 190 Staaten am Vormittag zum Schlussplenum zusammenkommen.

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Eigentlich sollte der Gipfel bereits am Freitag enden. Doch die Verhandlungen über die Abschlusserklärung ziehen sich. Bei den Klimaverhandlungen der UN sind solche Verzögerungen aber nicht ungewöhnlich. 196 Staaten und die EU sind beteiligt.

Es gibt noch einige strittige Punkte

Heute Morgen soll erneut an den Texten gearbeitet werden, wie es heißt. Uneinig sind sich die Delegierten unter anderem darüber, wie der Emissionshandel künftig geregelt werden soll. Daneben geht es um die finanzielle Unterstützung für arme Staaten im Kampf gegen die Erderwärmung und die internationale Zusammenarbeit beim Klimaschutz.

Grundsätzlich geht es bei den Klimagipfel der UN um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Damals wurde vereinbart, dass die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad begrenzt werden soll, möglichst sogar auf 1,5 Grad. Die zugesagten Maßnahmen der Staaten reichen dafür aber bisher bei weitem nicht aus. Das räumt auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein.

Kritik von Greenpeace

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zeigte sich entsetzt über die Entwürfe für Beschlüsse, die in der Nacht erarbeitet worden waren: "Es wird sich zeigen, ob die Klimakonferenz ein komplettes Desaster wird."

Ein Vertreter Costa Ricas benannte Brasilien, Australien und die USA als Staaten, die in den Verhandlungen bremsten. Auch Saudi-Arabien wurde häufig genannt. Ein Staatenbündnis für ehrgeizigen Klimaschutz, zu dem auch Deutschland gehört, prangerte die Blockadehaltung an.

Auch bei der Klimaschutzbewegung Fridays for Future war die Enttäuschung schon vor dem offiziellen Ende groß. Der Gipfel habe nichts anderes erreicht, als nach Schlupflöchern zu suchen, teilten die jungen Aktivisten in Madrid mit.

Die nächste Weltklimakonferenz soll im nächsten Jahr im schottischen Glasgow stattfinden.