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Weite Teile Bayerns als mögliche Atommüll-Endlager ausgewiesen | BR24

© picture alliance/Philipp Schulze/dpa

90 Gebiete in Deutschland haben nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung günstige geologische Voraussetzungen für ein Endlager.

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    Weite Teile Bayerns als mögliche Atommüll-Endlager ausgewiesen

    Der veröffentlichte Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) weist weite Teile Bayerns als möglichen Standort für ein atomares Endlager aus. Darunter sind nicht nur die Granitgebirge im Osten Bayerns.

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    Der veröffentlichte Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) weist weite Teile Bayerns als möglichen Standort für ein atomares Endlager aus.

    Atommüll-Endlager: Weite Teile Bayerns als mögliche Standorte

    Enthalten sind nicht nur wie erwartet die Granitgebirge im Osten Bayerns vom Fichtelgebirge bis zum Bayerischen Wald. Sondern der Großteil Bayerns, nördlich einer Linie etwa auf Höhe von Augsburg und Landshut, ist als potenziell geeignetes Gebiet für ein Endlager im Kristallingestein, also Granit, ausgewiesen.

    Ebenfalls enthalten sind Gebiete mit Tongestein in der Gegend rund um Rosenheim, Mühldorf und Burghausen, die bisher nicht in der Diskussion waren. Und auch der bayerische Teil eines großen Tonvorkommens in Baden-Württemberg, rund um Günzburg und Lauingen, ist als potenzieller Endlagerstandort aufgeführt.

    Salzstock in Gorleben gilt als instabil

    Das deutsche Endlager für hochradioaktiven Atommüll wird nicht hingegen auf keinen Fall in Gorleben gebaut. Der niedersächsische Salzstock in der Region findet sich wegen Instabilität nicht auf der Liste der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die ihren Zwischenbericht am Montagmorgen veröffentlichte. "Der Salzstock Gorleben wird daher nicht bei den weiteren Arbeiten der BGE zu den Vorschlägen über die Standortregionen betrachtet", heißt es im Zwischenbericht.

    Weil der Zwischenbericht noch insgesamt rund die Hälfte der Oberfläche der Bundesrepublik Deutschland als potenziell geeignet ausweist, ist damit - abgesehen vom Verzicht auf Gorleben - noch keine Vorentscheidung über den Ort eines künftigen Endlagers verbunden. In den kommenden Jahren soll im Verlauf des Suchprozesses das Suchgebiet immer weiter verkleinert werden.

    BGE-Bericht zählt 90 mögliche Standorte für Endlager auf

    Die BGE hat allein aufgrund der geologischen Bedingungen rund 90 mögliche Standorte in Ton-, Salz- und kristallinen Gesteinformationen wie Granit aufgelistet. Andere Kriterien wie Besiedlung oder Bebauung spielten in diesem ersten Schritt noch keine Rolle.

    In weiteren Phasen wird die Auswahl in den nächsten Jahren weiter eingeschränkt, so dass bis 2031 eine Entscheidung für einen Standort fallen soll. 2050 soll es dann in Betrieb gehen.

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