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Weil widerspricht Piech | BR24

© dpa / picture alliance / Bernd von Jutrczenka

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, als Zeuge vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages.

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    Weil widerspricht Piech

    Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat im Bundestags-Untersuchungsausschuss bekräftigt, er habe vor September 2015 keine Hinweise auf Abgas-Manipulationen bei VW gehabt. Erst später habe sich ihm das ganze Ausmaß des Skandals erschlossen.

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    Dieser "Tiefpunkt in der Unternehmensgeschichte" mache ihn nach wie vor tief betroffen, erklärte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vor dem Ausschuss in Berlin. Der SPD-Politiker und VW-Aufsichtsrat widersprach damit auch angeblichen Aussagen des früheren Konzern-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech. Einem Medienbericht zufolge sagte dieser gegenüber der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, er habe bereits im Frühjahr 2015 Hinweise auf Unregelmäßigkeiten erhalten. Diese habe er auch einigen Aufsichtsräten mitgeteilt, darunter Weil.

    "Wenn Herr Piech eine solche Behauptung erhoben haben sollte, ist sie falsch". Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

    Piech selbst hat die angeblichen Aussagen bislang weder bestätigt noch dementiert.

    Wer hat was gewusst?

    Der Untersuchungsausschuss will klären, ob und wann die Bundesregierung von Manipulationen in der Autobranche gewusst hat oder ob sie Hinweisen darauf nachgegangen ist. Dazu soll heute auch noch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt befragt werden. Die Opposition im Bundestag wirft dem CSU-Politiker mangelnde Aufklärung vor.
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    B5 Nachrichten

    Von
    • Thomas Frank
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