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Hinweis auf 2G-Regelung

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Genesenen-Status gilt wegen Omikron nur noch drei Monate

Nach einer überstandenen Corona-Infektion galt man bislang bis sechs Monate ab dem Nachweis der Infektion als genesen. Nun wurde der Zeitraum deutlich verkürzt. Die Ausbreitung der Omikron-Variante macht diesen Schritt laut RKI erforderlich.

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BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, gilt nur noch bis drei Monate ab dem Nachweis der Infektion als genesen. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte in Berlin, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Richtlinien entsprechend geändert hat. Bislang wurde der Genesenen-Nachweis bis maximal sechs Monate nach der Infektion anerkannt.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte dazu, die Neubewertung sei seitens des RKI "aus wissenschaftlicher Sicht" erfolgt. Er verwies dazu auf Unterschiede zwischen der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante und der zuvor hauptsächlich verbreiteten Delta-Variante des Coronavirus.

Übertragungsrisiko ist bei Omikron größer

Hintergrund der neuen Festlegung des RKI ist demnach, dass bei der Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach Ablauf von drei Monaten noch zu erkranken oder Überträger zu sein. Die vorherige Zeitspanne von sechs Monaten habe gegolten, so lange man mit der vorherrschenden Delta-Variante konfrontiert war.

Rechtliche Grundlage der Maßnahme ist die am 15. Januar in Kraft getretene Änderung der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, die auf die RKI-Vorgaben verweist. Deren Umsetzung erfolgt durch Verordnungen der Länder.

Positiver PCR-Test darf 28 bis 90 Tage alt sein

Zu den RKI-Vorgaben gehört nach aktuellem Stand, dass das Datum der Abnahme des positiven Tests "mindestens 28 Tage" zurückliegen" muss und "höchstens 90 Tage zurückliegen" darf. Zuvor hatte in der Verordnung als generelle Regelung gestanden, dass der Test "mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt".

Die Corona-Infektion muss mittels Nukleinsäurenachweis nachgewiesen worden sein, also einem PCR-Test oder einer "weiteren Methode der Nukleinsäureamplifikationstechnik". Ein positiver Schnelltest reicht nicht aus. Das RKI erläutert dazu, dass diese Vorgaben regelmäßig überprüft würden und sich "gemäß Stand der Wissenschaft ändern" könnten.

Länder-Gesundheitsminister wollen Übergangsregelung

Das Bundesgesundheitsministerium bekräftigt, auch bereits bestehende Genesenen-Nachweise sind mit der Neuregelung nur noch maximal drei Monate gültig. Wie dies jetzt konkret zum Beispiel bei 2G- und 3G-Zugangsregeln zu bestimmten Einrichtungen vor Ort gehandhabt wird, liegt demnach aber bei den Ländern.

Die Länder-Gesundheitsminister baten das Bundesgesundheitsministerium am Abend, Übergangsregelungen für betroffene Personen zu erarbeiten. Diese seien insbesondere für gebuchte Reisen und für den Zugang zu Veranstaltungen notwendig.

Unklar ist auch noch, wie die Änderung in den Apps zur Anzeige der Impfnachweise technisch umgesetzt wird. In den Apps können Genesenenzertifikate angezeigt werden - bislang mit dem Gültigkeitszeitraum sechs Monate.

Maßgeblich für Quarantäne- und Einreiseregelungen

Der Genesenen-Status ist ebenso wie der Impfstatus maßgeblich für Quarantäne- und Einreisevorschriften. So gelten Ausnahmen von der Quarantäne der Verordnung zufolge für dreimal Geimpfte, zweimal Geimpfte in den ersten drei Monaten nach der zweiten Impfung, Genesene unter Einhaltung der Drei-Monats-Frist sowie andere Genesene mit zusätzlicher Impfung. Sonderregeln, wonach bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Dosis als vollständige Impfung anerkannt wurde, entfallen.

Anm. d. Red.: Im ersten Satz des Artikels wurde die Formulierung am 18.1. dahingehend geändert, dass der Genesen-Status nicht für drei Monate gilt, sondern bis zum Ablauf von drei Monaten ab dem Nachweis der Infektion. Dies berücksichtigt, dass der Genesenen-Status nicht sofort nach dem Nachweis gilt, sondern erst 28 Tage bis 90 Tage danach.

Ausnahmen von der Quarantäne

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