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Wegen Coronavirus: Drohen in der Bundesliga Geisterspiele? | BR24

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Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fordert Bundesgesundheitsminister Spahn, Events mit mehr als tausend Zuschauern abzusagen. Prominentestes Opfer könnte dann die Bundesliga werden. Drohen also auch bei uns bald Geisterspiele wie in Italien?

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Wegen Coronavirus: Drohen in der Bundesliga Geisterspiele?

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fordert Bundesgesundheitsminister Spahn, Events mit mehr als tausend Zuschauern abzusagen. Prominentestes Opfer könnte dann die Bundesliga werden. Drohen also auch bei uns bald Geisterspiele wie in Italien?

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Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus. Stand heute (Montag) sind hierzulande über 1.100 Menschen infiziert. Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen das Virus auf eine Verlangsamung der Ausbreitung. Bundesgesundheitsminister Spahn hat deswegen gefordert, vorerst alle Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern abzusagen. Sein nordrhein-westfälischer Amtskollege Karl-Josef Laumann sieht deshalb auch die Bundesliga in der Pflicht.

Einheitliche Umsetzung gefordert

In der ARD-Talkshow "Anne Will" am Sonntagabend sagte Laumann, das Land werde Spahns Empfehlung umsetzten "und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar". Davon betroffen ist eben auch die Fußballbundesliga. Zwar sollen wohl keine Partien gestrichen werden, aber die Spiele könnten ohne Publikum im Stadion stattfinden. In Italien finden wegen des Coronavirus bereits solche "Geisterpiele" statt.

Diese Maßnahme gilt laut Laumanns Worten für das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch.

"Wenn wir jetzt ganz klar sagen, wir wollen in Nordrhein-Westfalen keine Veranstaltungen mehr mit über 1.000 Menschen zulassen, dann ist das eine Empfehlung des Landesgesundheitsministers an die unteren Gesundheitsbehörden. Diese müssen entscheiden. Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister Nordrhein-Westfalen.

Laumann sei sich aber sicher, dass es nun eine einheitliche Umsetzung geben werde. In Wahrheit sei die Empfehlung wie eine Anordnung.

Augsburgs Trainer Schmidt plädiert für Verzicht der Länderspiele

Trotz der möglichen Geisterspiele ohne Publikum will die Bundesliga ihre Spiele wie geplant bis Mitte Mai zu Ende bringen. Das Präsidium der deutschen Fußball Liga (DFL) hat aber auch angekündigt, sich mit den Clubs der ersten und zweiten Bundesliga über möglicher Auswege aus der Krise beraten zu wollen.

Für Einschränkungen zumindest im Länderspielbetrieb hat sich inzwischen auch der Trainer des FC Augsburg Martin Schmidt ausgesprochen. Er pocht darauf, die Partien der Nationalmannschaften abzusagen. "Ich mache mir Sorgen um die Länderspielpause. Da finde ich es sinnhaft, wenn man die aussetzen würde. Weil da verteilen sich die Spieler in der ganzen Welt.", so der Schweizer nach dem Bundesligaspiel der Augsburger am Sonntag beim FC Bayern gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Die Bundesligavereine haben zahlreiche Profis, die in zwei Wochen zu ihren Nationalmannschaften reisen würden. Die deutsche Nationalelf soll in Madrid gegen Spanien und in Nürnberg gegen Italien antreten. Schmidt sagte, er hätte Angst, dass Spieler von ihren Nationalteams erkrankt zurückkommen könnten.

"Dann haben wir ein Riesen-Problem. Ich weiß nicht, ob man da nicht besser sagt, bleiben wir in den zwei Wochen daheim und trainieren und konzentrieren uns auf die inländischen Ligen." Martin Schmidt, Trainer FC Augsburg

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