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Trotz Wiedereröffnung: Umsatz der Restaurants bricht ein | BR24

© picture alliance/Tobias Hase/dpa

Auf den freien Plätzen eines Restaurants am Marienplatz in der Münchner Innenstadt haben sich keine Gäste niedergelassen.

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    Trotz Wiedereröffnung: Umsatz der Restaurants bricht ein

    Trotz der schrittweisen Wiedereröffnung in der Gastronomie ist der Umsatz bei vielen Restaurants eingebrochen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht von einer dramatischen Lage und fordert einen Rettungsfonds für die Branche.

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    Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) spricht nach einer Umfrage unter den Gastronomen von einer dramatischen Lage der heimischen Restaurantbesitzer und fordert einen Rettungsfonds für die Branche.

    Jedes dritte Restaurant: Weniger als 50 Prozent Umsatz zum Vorjahr

    Rund 82 Prozent der befragten Betriebe gehen demnach davon aus, dass unter den Corona-bedingten Auflagen kein wirtschaftliches Handeln möglich sei. So habe fast jedes dritte Restaurant (31,9 Prozent) einen Umsatz zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. 29,1 Prozent der Betriebe kämen lediglich auf einen Umsatz zwischen 10 und 25 Prozent der Vorjahreswerte. Und 17,3 Prozent der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 Prozent der Normalumsätze. Nur bei 21,8 Prozent der Befragten lagen die Umsatzverluste bei weniger als 50 Prozent.

    DeHoGa: "katastrophale Ausnahmesituation"

    "Die aktuellen Zahlen beweisen die katastrophale Ausnahmesituation, in der sich die Branche nunmehr seit fast drei Monaten befindet", so DeHoGa-Präsident Guido Zöllick. "Auch wenn die Betriebe wieder Gäste bewirten dürfen, stehen sie aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen mit dem Rücken zur Wand."

    Rettungsfonds "überlebensnotwendig"

    Zöllick appelliert an die Politik einen Rettungsfonds mit direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen aufzulegen. Dies sei "überlebensnotwendig". Andernfalls stünden Zigtausende Betriebe und Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

    Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang von mindestens 55 Prozent. "Keine oder nur geringe Einnahmen bei laufenden Fixkosten verdeutlichen die existentielle Betroffenheit nahezu aller Betriebe", so Zöllick weiter. Er forderte die Politik zu schnellem Handeln auf.

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