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Weber macht Macron und Orbán für Scheitern verantwortlich | BR24

© picture alliance/Alexey Vitvitsky

Manfred Weber macht Macron und Orban dafür verantwortlich, dass die Spitzenkandidaten der Europawahl sich nicht durchsetzen konnten.

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    Weber macht Macron und Orbán für Scheitern verantwortlich

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der ungarische Regierungschef Viktor Orbán haben die Spitzenkandidaten der Europawahl in Hinterzimmern demontiert. Das sagt der CSU-Europapolitiker Manfred Weber, der Spitzenkandidat der EVP war.

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    Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán dafür verantwortlich gemacht, dass keiner der Spitzenkandidaten bei der EU-Wahl als Kommissionschef nominiert worden ist. "Es gab Hinterzimmer-Gespräche und Nachtsitzungen, bei denen sich die Achse Macron und Orbán durchgesetzt und das Spitzenkandidatenprinzip demontiert hat", sagte Weber der Bild-Zeitung für die Freitagsausgabe: "Es gab mächtige Kräfte, die das Wahlergebnis nicht akzeptieren wollten."

    Macron hat Spitzenkandidat Weber schon vor der Wahl abgelehnt

    Weber war bei der Europawahl als Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) angetreten und hatte sich Hoffnungen gemacht, Nachfolger von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu werden. Macron machte aber schon vor der Wahl klar, dass er Weber wegen fehlender Regierungsarbeit nicht für geeignet hält.

    Und dann kommt plötzlich Ursula von der Leyen ins Spiel

    Der EU-Sondergipfel zur Vergabe europäischer Spitzenposten nominierte nach dreitägigen Marathonverhandlungen am Dienstag dann Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als künftige Kommissionschefin. Zuvor war der Versuch gescheitert, den Niederländer Frans Timmermans als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten zum Juncker-Nachfolger zu küren.

    Macron und Orban "beschädigen das demokratische Europa"

    "Das ist nicht das Europa, das ich mir vorstelle", sagte Weber "Bild". Er kritisierte Macrons Zusammenarbeit mit Orban in der Personalfrage. Diese habe zu einem "Scherbenhaufen" geführt, sagte er. Er verwies darauf, dass Macron im Wahlkampf Orbán noch angegriffen habe. "Und plötzlich arbeiten sie zusammen und beschädigen das demokratische Europa."

    Macron: Weber hat keine Regierungserfahrung – Weber: Hatte Macron auch nicht

    Marcons Argument, er habe keine Regierungserfahrung, sei "absurd", sagte Weber. Macron selbst habe auch nur wenig. "Die Wähler sollten über die Qualifikation entscheiden, sonst niemand." Er werde jetzt aber von der Leyen unterstützen, sagte der EVP-Fraktionschef. Weber erwarte aber einen "steinigen Weg", um eine Mehrheit für ihre Wahl im Parlament zu erreichen.