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Weber zieht zurück - aber womöglich Parlamentspräsident ab 2022 | BR24

© dpa-Bildfunk/Francisco Seco

Manfred Weber

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Weber zieht zurück - aber womöglich Parlamentspräsident ab 2022

CSU-Vize Manfred Weber legt sein Mandat als Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) nieder. Damit gibt er zugleich den Anspruch auf das Amt des Kommissionschefs auf. Womöglich wird Weber jedoch EU-Parlamentspräsident ab 2022.

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Der niederbayerische CSU-Politiker Manfred Weber gibt seinen Anspruch auf das Amt des EU-Kommissionspräsidenten auf. Sein Sprecher Christian Hügel bestätigte am Abend in Brüssel, dass Weber sein Mandat als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei zurückgegeben habe.

"Es war mir eine Ehre, diese Aufgabe für die EVP und für Europa zu übernehmen", zitierte Webers Sprecher den CSU-Politiker auf Twitter. Weber werde weiter für ein demokratisches Europa kämpfen.

Mit der Position als Spitzenkandidat hatte Weber den Anspruch verbunden, Präsident der Europäischen Kommission zu werden. Nun machte er den Weg frei für ein anderes Personalpaket für die EU-Spitzenposten. Neue Kommissionspräsidentin soll Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen werden. Darauf einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Abend.

Weber hatte im Rat der EU-Staats- und Regierungschefs ohnehin nicht genug Rückhalt bekommen und war deshalb für das Amt des Kommissionschefs bereits aus dem Rennen.

Merkel schlägt Weber als Parlamentspräsident ab 2022 vor

Zuletzt war im Gespräch, dass der CSU-Politiker den Posten des EU-Parlamentspräsidenten bekommen könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Abend, dass der EU-Gipfel auch zu dem Posten eine Vorgehensweise vereinbart habe.

Für ein erstes Mandat von zweieinhalb Jahren solle zunächst ein Sozialdemokrat den Posten bekommen, ab Anfang 2022 dann ein Konservativer aus ihrer Europäischen Volkspartei (EVP). Merkel nannte hierfür Manfred Weber als Vorschlag der EVP.

© BR

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll an die Spitze der EU-Kommission wechseln. Darauf einigte sich der EU-Gipfel in Brüssel. Gleichzeitig soll IWF-Chefin Christine Lagarde Nachfolgerin von EZB-Präsident Mario Draghi werden.