BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Weber fordert Einreiseverbot aus Hochrisikogebieten | BR24

© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Manfred Weber bedauert, dass es für die die Einreise in die EU keine gemeinsamen Standards gibt. "Man kann über Madrid einreisen und dann nach München weiterfahren." Er fordert einen schnellstmöglichen Einreisestopp aus Corona-Mutationsgebieten.

46
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Weber fordert Einreiseverbot aus Hochrisikogebieten

EVP-Fraktionschef Manfred Weber bedauert, dass es für die die Einreise in die EU keine gemeinsamen Standards gibt. "Man kann über Madrid einreisen und dann nach München weiterfahren." Er fordert einen Einreisestopp aus den Corona-Mutationsgebieten.

46
Per Mail sharen
Von
  • Stefan Kreutzer
  • Nicole Hirsch

EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) hat einen schnellstmöglichen Einreisestopp aus Corona-Mutationsgebieten in den EU-Schengenraum gefordert. Gemeinsame Standards, um Hochrisikogebiete auf der Welt zu isolieren und eine Einreise aus Ländern mit vielen Virusvarianten zu verhindern, seien im Schengenraum dringendst nötig - vor allem in der derzeitigen Übergangszeit, wo Mutanten eben die große Sorge seien.

Derzeit kein gemeinsamer Standard in der EU

Die Einreisestopps seien Aufgabe der Innenminister, betonte Weber im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2. Man müsse sich schon die Frage stellen, warum es der EU im Schengenraum bisher nicht gelungen ist, die Mutanten von uns fern zu halten.

Es gibt keinen gemeinsamen Standard in der EU. Man kann über Madrid einreisen und dann nach München weiterfahren." Manfred Weber

Auch innereuropäische Reisen auf Minimum begrenzen

Zu den innereuropäischen Grenzschließungen etwa an der deutsch-tschechischen Grenze sagte der niederbayerische CSU-Politiker, es gehe nicht um das "ob", sondern "wie" Grenzschließungen umgesetzt würden. Auf der tschechischen Seite gebe es derzeit sehr hohe Werte und einen eindeutigen Eintrag Richtung Deutschland in Sachsen und Ostbayern. Deswegen sei es berechtigt, Reisen auf ein Minimum zu begrenzen. Für die Lieferketten und die Arbeitspendler müsse die Grenze offen gehalten werden, so Weber. "Wir brauchen Schengen-konforme Regelungen, und da muss jetzt in Berlin auch nochmal nachgearbeitet werden", so Weber.

Weber sieht Gefahr von Alleingängen bei Impfpass-Einführung

Den auf dem EU-Gipfel angekündigten Corona-Impfpass nannte Weber "überfällig". Man sollte damit "so schnell wie möglich starten". Im BR sagte er, dieser sollte eigentlich schon längst ausgegeben worden sein. Impfpässe würden Bürgern die Reisefreiheit wieder ermöglichen. Ziel müsse sein, innerhalb der EU einheitlich zu dokumentieren, wer geimpft ist, um so die gegenseitige Anerkennung zu gewährleisten. Weber warnte vor Alleingängen der Mitgliedsstaaten. So ließe sich auch eine Fragmentierung in Europa verhindern, dass jeder seinen eigenen Weg geht.

© BR
Bildrechte: BR

Beim virtuellen EU-Gipfel haben die EU-Staats- und Regierungschefs über Sicherheit und Verteidigung in Europa beraten - auch darüber, was in Eigenregie ohne die USA zu tun ist. Zu Gast war NATO-Generalsekretär Stoltenberg.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!