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Richtiges Verhalten auf der Alm - Österreichs Kuh-Knigge | BR24

© dpa-Bildfunk / Stephan Jansen

Eine Kuh nähert sich auf einer Alm in Tirol dem Fotografen

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    Richtiges Verhalten auf der Alm - Österreichs Kuh-Knigge

    Auf den Almen Österreichs leben im Sommer Hunderttausende Rinder. Damit die Wander-Touristen nicht den Kühen in die Quere kommen, hat die Alpenrepublik Regeln aufgestellt. Die kennt aber noch nicht jeder.

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    Nach mehreren negativen Vorfällen sollen Almwanderer in Österreich verstärkt darüber informiert werden, wie man sich Kühen gegenüber richtig verhält. Man wolle Touristen und einheimische Wanderer über "alle Kanäle" ansprechen, sagte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger nach einem "Almen-Gipfel" mit Vertretern aus Almenwirtschaft, Tourismus und Alpenverein.

    So sollen Verhaltensregeln etwa in sozialen Netzwerken und Lokalzeitungen veröffentlicht, sowie in Hotels ausgelegt werden. Außerdem sollen zusätzliche Schilder Wanderer vor Orten warnen, an denen besonders viele Mutter- und Jungtiere weiden.

    Gefährliche TikTok-Aktion

    Köstinger kritisierte in diesem Zusammenhang besonders eine Aktion auf der Kurzvideo-Plattform TikTok, die die Almwirtschaft in den vergangenen Wochen "massiv beunruhigt" habe: Im Rahmen einer "Challenge" hatten Nutzer sich dabei gefilmt, wie sie mit wedelnden Handbewegungen auf Kühe zugerannt waren und die Weidetiere so erschreckt hatten. Mittlerweile seien die Videos glücklicherweise von der Plattform gelöscht worden, sagte Köstinger.

    Unfälle mit Kühen können tödlich enden

    In Österreich stehen nach Angaben des Ministeriums rund 300.000 Rinder auf den rund 8.000 bewirtschafteten Almen. Viele Wanderwege kreuzen die Areale. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Kühen, die im schlimmsten Fall tödlich enden.

    Für großes Aufsehen gesorgt hatte im Sommer 2014 der Fall einer deutschen Wanderin, die im Tiroler Stubaital von einer Kuhherde zu Tode getrampelt worden war. Die Tiere hatten offenbar ihre Kälber vor dem Hund der Frau schützen wollen.

    Österreich hat Alm-Verhalten offiziell geregelt

    Österreich reagierte im vergangenen Jahr mit zehn Regeln für Wanderer, die auf Almen mit Weidebetrieb unterwegs sind. Die Regeln sehen unter anderem das Anleinen von Hunden - oder im Fall einer Kuh-Attacke - deren sofortiges Loslassen vor, sowie das deutliche Umgehen einer Herde. Außerdem wurde die Eigenverantwortung von Almbesuchern gesetzlich verankert.

    Die 10 Regeln für den Umgang mit Weidevieh, Quelle: sichere-almen.at

    1. Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
    2. Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!
    3. Mutterkühe beschützen ihre Kälber, Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
    4. Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!
    5. Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
    6. Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
    7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
    8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
    9. Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
    10. Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!

    In Bayern gibt es keine verbindlichen Regeln, aber beispielsweise Empfehlungen des deutschen Alpenvereins. Wie sich Wanderer bei einer Kuh-Attacke verhalten sollen, finden Sie hier.

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