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Waldbrände von historischem Ausmaß an US-Westküste | BR24

© ARD

Die Zahl der Todesopfer der riesigen Wald- und Buschbrände im Westen der USA ist weiter gestieben. Bislang wurden 31 Tote vermeldet, überwiegend in Kalifornien und Oregon, und ein weiterer Anstieg wurde erwartet.

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Waldbrände von historischem Ausmaß an US-Westküste

Die Feuer an der US-Westküste haben inzwischen historische Ausmaße erreicht - und vielerorts brennt es weiter. Mindestens 26 Menschen sind nach Medienberichten ums Leben gekommen, die Behörden befürchten weitere Todesopfer.

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Bei den verheeren Waldbränden an der US-Westküste sind laut Medienberichten mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. CNN und die Zeitung "USA Today" melden 20 Tote in Kalifornien, fünf in Oregon und ein Opfer in Washington. Andere Medien wie der Fernsehsender NBC berichten sogar von 29 Toten.

Gigantische Feuerwände

Dutzende Menschen wurden als vermisst gemeldet, lokale Behörden befürchteten weitere Todesopfer. Viele Ortschaften in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington sind weiterhin durch gigantische Feuerwände von der Außenwelt abgeschnitten. Zehntausende Menschen mussten bereits ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind angewiesen, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten.

Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 größten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930. Die Feuer, die die gesamte Küste in dichten Smog hüllen, haben inzwischen etwa eine Fläche von der Größe Sardiniens zerstört.

Leichte Hoffnung wegen kühlerer Temperaturen

Mehr als 20.000 Feuerwehrleute sind in der Region im Einsatz. Auch mehr als 200 Soldaten halfen im Kampf gegen einen der Brandherde in Kalifornien mit. Hoffnung gibt ihnen eine heranziehende Wetterfront mit kühleren Temperaturen. In Portland in Oregon überzog am Samstag dicker Rauch die Innenstadt. "Es ist, als hätte ich hundert Zigaretten geraucht. Ich habe das noch nie gesehen", sagte der 37-jährige Jessie. Allein in Oregon starben in den vergangenen 24 Stunden vier weitere Menschen. Der Katastrophenschutz-Beamte Andrew Phelps erklärte, dass sich Oregon auf eine massive Zahl an Todesopfern vorbereite, "basierend auf dem, was wir wissen, und der Anzahl der zerstörten Strukturen".

Dicker, beißender Rauch

In der Stadt Estacada patrouillierten Anwohner mit Gewehren durch die Straßen - aus Angst vor Plünderungen. Andere verschanzten sich in den Häusern, während dicker, beißender Rauch in der Luft hing und frische Asche die Straßen bedeckte. In Kalifornien sagte der Sheriff der besonders betroffenen Region Butte, Kory Honea, dass zusätzliche Beamte hinzugezogen worden seien, um nach menschlichen Überresten zu suchen. Im Moment seien die Gebiete, die durchsucht werden müssen, allerdings zu heiß. In Butte wurden seit Beginn der Woche zehn Todesopfer entdeckt. Bislang verbrannten in Kalifornien in diesem Jahr mehr als 3,2 Millionen Hektar - ein Rekord, wobei die Brandsaison noch bis November geht.

Trump am Montag im Waldbrandgebiet

US-Präsident Donald Trump hat für Montag einen Besuch in Kalifornien angekündigt, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Der Präsident ist bekannt dafür, dem Klimawandel keine Bedeutung beizumessen. Stattdessen versucht er immer wieder, die Schuld auf die Misswirtschaft der örtlichen Behörden zu schieben.

Busch- und Waldbrände haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, wofür Experten die Erderwärmung mitverantwortlich machen. "Die Wissenschaft ist klar, und tödliche Anzeichen wie diese sind unübersehbar - der Klimawandel stellt eine unmittelbare, existenzielle Bedrohung für unsere Lebensweise dar", sagte der demokratische Herausforderer von Trump bei der Präsidentenwahl, Joe Biden. Trump könne versuchen, "diese Realität zu leugnen, aber die Fakten sind unbestreitbar".

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