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Waldbrände in den USA breiten sich rasend schnell aus | BR24

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Im Westen der USA wüten zahlreiche Waldbrände. Die Feuer breiten sich rasend schnell aus.

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Waldbrände in den USA breiten sich rasend schnell aus

In den US-Bundesstaaten Oregon und Washington brennen so viele Feuer gleichzeitig wie nie. Auch in Kalifornien breiten sich die Flammen weiter aus. Mehrere Menschen starben. Dabei hat der schlimmste Teil der Waldbrandsaison gerade erst begonnen.

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In den USA sind bei zahlreichen Waldbränden mindestens sieben Menschenleben ums Leben gekommen. In den nordwestlichen Bundesstaaten Oregon und Washington brannten noch nie so viele Feuer gleichzeitig. Und auch die Schäden könnten Rekordhöhe haben, hieß es aus den dortigen Regierungen. In Kalifornien breitete ein Feuer sich explosionsartig aus.

Oregon: Wohl bisher größte Verluste

Die Gouverneurin von Oregon, Kate Brown, sagte, dort habe es große Schäden an Siedlungen gegeben und es könnte zahlreiche Todesopfer geben. Ihr Staat werde möglicherweise die größten Verluste von Menschenleben und Gebäuden in seiner Geschichte erleiden. Die Situation sei beispiellos. Im Staat Washington habe ein Feuer in Sumner mehr als 1.900 Quadratkilometer Wald und Buschland niedergebrannt, berichtete der dortige Gouverneur Jay Inslee.

Klimawandel facht Feuer an

Im Nordwesten der USA gibt es wegen dem dort feuchtem und eher kühlem Klima selten solch intensive Brände. Doch es wird davon ausgegangen, dass der menschengemachte Klimawandel die Region weiter erwärmt. Laut der umweltwissenschaftlichen Fakultät der University of Washington sagen die meisten Modelle trockenere Sommer voraus. Gouverneur Gavin Newsom schrieb auf Twitter, dass ein Wandel notwendig sei. Der Klimawandel sei real.

Windböen verbreiten die Brände

In Kalifornien sei die rasende Geschwindigkeit, mit der die Feuer derzeit um sich griffen, historisch ohne Beispiel, sagte der Klimaforscher Daniel Swain von der University of California. Der riesige Waldbrand bei Oroville, 200 Kilometer nordöstlich von San Francisco, sei binnen 24 Stunden um 40 Kilometer vorgeprescht. Böen trieben ihn an. Nach offiziellen Angaben fielen diesem Feuer drei Menschenleben zum Opfer. Etwa 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlasen.

Mehr als 14.000 Helfer kämpften derzeit gegen mehr als zwei Dutzende Brände. Die Feuerwehr versuche nicht mehr vorrangig, die Flammen zu stoppen, sondern konzentriere sich darauf, Menschenleben und Gebäude zu retten, sagte Feuerwehrchef Jake Cagle. Die Flammen bedrohten auch die Stadt Paradise, die erst vor knapp zwei Jahren von einem der schlimmsten Brände in der Geschichte Kaliforniens mit 85 Toten verwüstet worden war. Fliehende Einwohner steckten in Verkehrsstaus fest.

Himmel über San Francisco ist orangerot

Der Rauch von zwei Dutzend Feuern bedeckte weite Teile des Westküstenstaates. Im Raum San Francisco färbte sich der Himmel orangerot. Den ganzen Tag über blieb es dunkel, die Sonne konnte die Schichten von Nebel und Rauch nicht durchbrechen. "Apokalyptisch" und als "Marshimmel" beschrieben Anwohner das Phänomen. 

Viele Haushalte ohne Strom

Mehr als 170.000 Haushalte waren in Kalifornien ohne Strom, da der Energieversorger PG&E wegen der extremen Waldbrandgefahr in weiten Teilen des Bundesstaates das Stromnetz stilllegte. In Kalifornien sind in diesem Jahr bereits knapp 10.000 Quadratkilometer Wald und Buschland verbrannt. Mehr als 3.600 Gebäude wurden zerstört. Dabei hat der schlimmste Teil der Waldbrandsaison gerade erst begonnen.

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