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Oppositionskandidat wird Bürgermeister von Istanbul | BR24

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Die türkische Wahlkommission hat mit Ekrem Imamoglu einen Oppositionellen zum Sieger der Bürgermeisterwahl von Istanbul erklärt. Die Regierungspartei AKP fordert jedoch eine Wahlwiederholung.

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Oppositionskandidat wird Bürgermeister von Istanbul

Die türkische Wahlkommission hat mit Ekrem Imamoglu einen Oppositionellen zum Sieger der Bürgermeisterwahl von Istanbul erklärt. Die Regierungspartei AKP fordert jedoch eine Wahlwiederholung.

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Ekrem Imamoglu von der Partei CHP hat die Kommunalwahl in Istanbul gewonnen. Das hat die türkische Wahlkommission bestätigt. Imamoglu nahm nach Angaben seiner Partei seine Ernennungsurkunde im Justizpalast in Empfang und ist damit bis auf Weiteres der neue Bürgermeister der Metropole.

Über Wahlwiederholung wird noch entschieden

Allerdings steht noch eine Entscheidung über eine mögliche Wiederholung der Wahl aus. Die türkische Regierungspartei AKP hatte eine sogenannte "außerordentliche Beschwerde" eingelegt, die nach türkischem Recht greift, wenn es während einer Wahl Vorkommnisse gegeben hat, die das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten.

Vorsprung ist geschrumpft - aber da

Imamoglu hatte die Bürgermeisterwahl am 31. März mit 24.000 Stimmen Vorsprung vor AKP-Kandidat Binali Yildirim, dem früheren Ministerpräsidenten der Türkei, gewonnen. Nachdem die AKP daraufhin eine Neuauszählung der Stimmen in mehreren Stadtbezirken durchgesetzt hatte, schrumpfte der Unterschied zwar, blieb aber dennoch bestehen. Einen Antrag auf die Nachzählung aller Stimmen in Istanbul hatte die Wahlkommission abgelehnt.