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Audi-Chef Rupert Stadler
© dpa-Bildfunk/Armin Weigel

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BR24 Redaktion
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Audi-Chef Rupert Stadler

Bisher ist Audi-Chef Rupert Stadler nur beurlaubt. Am Montag will der Aufsichtsrat der Konzernmutter Volkswagen beraten, wie es weitergeht. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schreibt, das Gremium werde eine Entscheidung treffen. Dagegen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen, es sei nicht klar, ob es zu einer Entscheidung komme.

Keine Bestätigung aus dem Konzern

Weder Volkswagen noch Audi wollten sich zu den Berichten äußern. Stadlers Vertrag als Mitglied des Volkswagen-Konzernvorstandes läuft Ende 2019 aus, sein Vertrag als Audi-Chef läuft noch bis 2022. Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Sitzung des Kontrollrats sei "nicht wegen Stadler" angesetzt worden. Anlass sei vielmehr der geplante Börsengang der Lkw-Sparte von Volkswagen.

Ermittlungen gegen Stadler dauern an

Stadler sitzt seit Juni in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft München hatte den Haftbefehl wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beantragt. Die Aufsichtsräte von VW und Audi entbanden ihn damals sofort von seinen Aufgaben als VW-Vorstand und Audi-Chef. Seither leitet Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot das Unternehmen als kommissarischer Vorstandschef.

Im Juli hatte VW einen Wechsel von BMW-Einkaufschef Markus Duesmann in den Konzernvorstand von Volkswagen bekanntgegeben. Er könnte neuer Audi-Chef werden.