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Vulkan Taal spuckt Lava und Asche: Zehntausende auf der Flucht | BR24

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Auf den Philippinen könnte ein Vulkan Hunderttausende Menschen in die Flucht treiben. Aus dem nahe der Hauptstadt Manila gelegenen Vulkan Taal ergoss sich Lava.

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Vulkan Taal spuckt Lava und Asche: Zehntausende auf der Flucht

Der Vulkan Taal auf den Philippinen spuckt Asche und Lava. Seismologen registrierten über Nacht 75 vulkanische Beben. 45.000 Menschen brachten sich in Sicherheit - die Zahl dürfte noch deutlich steigen. Der Ausbruch hatte bereits tödliche Folgen.

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Auf den Philippinen könnte ein Vulkan Hunderttausende Menschen in die Flucht treiben. Aus dem etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegenen Vulkan Taal ergoss sich Lava. Eine riesige Aschewoke reichte bis zu 15 Kilometer in die Höhe. In der Umgebung sind Straßen und Autos von Ascheschlamm überzogen. Im Ascheregen im nahe gelegenen Ort Calamba kam ein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben, drei Menschen wurden verletzt.

Das seismologische Institut Phivolcs warnte, der Vulkan sei gefährlich aktiv. Über Nacht seien mindestens 75 vulkanische Beben registriert worden.

Beeinträchtigungen im Flugverkehr

Nach dem Ausbruch hatte der internationale Flughafen von Manila schließen müssen. Über 240 Auslands- und Inlandsflüge mussten bislang gestrichen werden. Der weiter nördlich gelegene Flughafen Clark Freeport war zunächst noch geöffnet. Sollte der Ascheregen aber auch die Flüge dort behindern, werde er ebenfalls vorläufig dicht machten, kündigte die zivile Luftfahrtbehörde an.

"Taal" ist touristische Attraktion

Der Taal liegt auf der philippinischen Hauptinsel Luzon etwa 66 Kilometer südlich von Manila in der Provinz Batangas. Der Vulkan ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem wegen des im Vulkankessel gelegenen Sees samt Insel. Die Behörden schätzten, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen, falls es schlimmer wird. Bereits 45.000 Menschen hatten sich schon in Sicherheit bringen müssen, unter ihnen auch Touristen. Einige Anwohner konnten ihre Heimatdörfer wegen fehlendem Nahverkehr nicht verlassen, andere, weil durch Asche und Rauch kaum etwas zu sehen war.

Bereits dutzende Ausbrüche des "Taal"

Der Taal ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan des südostasiatischen Inselstaats. Laut dem philippinischen Institut Phivolcs ist er seit dem Jahr 1572 insgesamt 33 Mal ausgebrochen. Der bislang letzte große Ausbruch war 1977, der verheerendste 1911 - damals starben mehr als 1.300 Menschen.

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