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Vorwahlen der US-Demokraten: Biden setzt Siegesserie fort | BR24

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Im Vorwahlkampf der US-Demokraten setzt sich der ehemalige Vizepräsident Joe Biden von dem linken Senator Sanders ab. In der Nacht gewann er erneut in mehreren Staaten - und forderte seinen Konkurrenten anschließend zur Zusammenarbeit auf.

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Vorwahlen der US-Demokraten: Biden setzt Siegesserie fort

Im Vorwahlkampf der US-Demokraten setzt sich der ehemalige Vizepräsident Joe Biden von dem linken Senator Sanders ab. In der Nacht gewann er erneut in mehreren Staaten - und forderte seinen Konkurrenten anschließend zur Zusammenarbeit auf.

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Der Gewinner des sogenannten "Big Tuesday" heißt wieder einmal Joe Biden. Noch sind nicht alle Wahlkreise ausgezählt, denn die letzten Wahllokale schlossen erst um 4 Uhr deutscher Zeit. Überraschend schnell konnten sich aber die Wahlforscher und Fernsehsender im hart umkämpften Bundesstaat Michigan festlegen: Biden gewann hier.

Michigan ist das Zentrum der amerikanischen Autoindustrie, und bei den Arbeitern dort hatte Bernie Sanders gehofft, punkten zu können. Es ist ihm aber anscheinend nicht gelungen, diese Wählerinnen und Wähler von seinem sozialen Umbauprogramm zu überzeugen. Nach dem letzten Stand hat er in Michigan nur 40 Prozent der Stimmen gewinnen können. Biden dagegen liegt bei über 50 Prozent. Der Rest sind vor allem Briefwahlstimmen für Kandidaten, die schon ausgeschieden sind.

"Bereits für tot erklärt"

In Michigan hatte sich die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, vor vier Jahren sehr schwer getan. Umso bemerkenswerter ist nun Bidens klarer Vorsprung. Er selbst erklärte dazu:

"Gerade mal vor etwas mehr als einer Woche haben viele diese Kampagne für tot erklärt. Jetzt sind wir ziemlich lebendig." Joe Biden

Joe Biden konnte an seine Erfolge bei den letzten beiden Wahlgängen anknüpfen. Bestätigt hat sich, dass er die überwiegende Mehrheit der afroamerikanischen Bevölkerung von sich überzeugen konnte. In Mississippi gewann er sogar mit über 80 Prozent der Stimmen, in Missouri mit 60 Prozent.

"Für all diejenigen, die man hingeworfen hat. Für alle die man ausgezählt und zurückgelassen hat. Dies ist Euer Wahlkampf." Joe Biden

Sanders Kandidatur in großen Schwierigkeiten

Gewählt wurde auch im Westen und Norden der USA, etwa im Bundesstaat Washington. Dort zeigen Hochrechnungen noch keinen eindeutigen Sieger. Sollte Sanders dort ebenfalls hinter den Erwartungen zurück bleiben, könnte dies das nahe Ende seiner Kandidatur bedeuten.

Der linke Senator hat sich noch nicht öffentlich geäußert. Auffällig ist jedoch, dass Joe Biden ihn direkt ansprach. Man teile viele Überzeugungen, und gemeinsam werde man Donald Trump schlagen.

"Ich danke Bernie Sanders und seinen Unterstützern für ihre unermüdliche Energie, ihre Leidenschaft." Joe Biden

Das klang wie eine Aufforderung oder Einladung, Biden als Sieger anzuerkennen und den für die Demokraten aufreibenden Wahlkampf zu beenden.

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Nache dem "Super Tuesday" räumt Joe Biden auch bei der nächsten größeren Vorwahlrunde der US-Demokraten ab. Noch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur nicht entschieden - für Bernie Sanders wird es aber eng.

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