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Israel-Wahl: Netanjahu laut Hochrechnungen vorn | BR24

© dpa-Bildfunk/Oliver Weiken

Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel, winkt Unterstützern, nachdem die Wahllokale geschlossen wurden.

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Israel-Wahl: Netanjahu laut Hochrechnungen vorn

In Israel kann Ministerpräsident Netanjahu wohl weiterregieren. Nach der Parlamentswahl sind inzwischen 97 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach haben die Mitte-Links-Parteien, auf die sein Herausforderer Benny Gantz setzt, keine Mehrheit.

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Netanjahus rechtskonservativer Likud habe 35 von 120 Mandaten erhalten, gleichauf mit dem Oppositionsbündnis von Ex-Militärchef Benny Gantz, Blau Weiß, berichteten israelische Medien nach Auszählung von 97 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Vermutlich wird Netanjahu die Regierung bilden

Insgesamt habe das Lager rechter und religiöser Parteien jedoch 65 Mandate erhalten, das Mitte-Links-Lager dagegen nur 55 Mandate. Daher ist davon auszugehen, dass Netanjahu erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird.

Rechnerisch möglich wäre nach den Ergebnissen auch eine große Koalition von Likud und Blau-Weiß. Allerdings hatten sowohl Netanjahu als auch Gantz im Wahlkampf gesagt, sie würden nicht mit dem jeweils anderen in einer Regierung sitzen wollen.

Wahlen wegen Regierungskrise vorgezogen

Netanjahu führte zuletzt eine Regierungskoalition mit den rechten und strengreligiösen Parteien an. Die Wahlen waren wegen einer Regierungskrise vorgezogen worden. Ursprünglich waren sie erst für November angesetzt gewesen.

Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu

Netanjahu ist seit 2009 durchgängig im Amt und war auch von 1996 bis 1999 Ministerpräsident. Er steht aktuell wegen Korruptionsvorwürfen massiv unter Druck. Israels Generalstaatsanwalt will in drei Fällen wegen Korruption Anklage gegen Netanjahu erheben. Es geht um Bestechlichkeit, Untreue und Betrug. Vor einer endgültigen Entscheidung, ob der Regierungschef wirklich vor Gericht muss, hat aber noch eine Anhörung zu erfolgen. Netanjahu weist alle Vorwürfe zurück.