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Mehr als die Hälfte aller berufstätigen Mütter haben ihre Arbeitszeit an die Pandemie angepasst.

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    Vor allem Mütter passen ihre Arbeitszeiten an die Pandemie an

    Kinderbetreuung und Homeoffice: Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Eltern ihre Arbeitszeiten auf den Abend oder das Wochenende verlegt haben. Dabei haben laut einer neuen Studie wesentlich mehr Mütter als Väter ihre Arbeitszeiten angepasst.

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    • BR24 Redaktion

    Mehr als die Hälfte aller berufstätigen Mütter von Kindern unter 14 Jahren haben ihre Arbeitszeit zu Beginn der Corona-Pandemie zumindest teilweise auf den Abend oder das Wochenende verlegt. Das geht aus einer Studie hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) heute in Nürnberg veröffentlichte. Bei Vätern habe die Quote nur 31 Prozent betragen.

    Laut IAB haben insgesamt 33 Prozent der Beschäftigten, die im April 2020 Kinder unter 14 Jahren zu betreuen hatten, ihre Arbeitszeiten zumindest teilweise verlagert. Die Ursachen lagen bei der Kinderbetreuung und dem Homeoffice. "Vor allem Mütter arbeiteten häufiger am Wochenende oder abends, unter anderem, um ihre Kinder bei Schul- und Kitaschließungen oder während des Distanzunterrichts betreuen zu können", erklärt IAB-Forscherin Corinna Frodermann.

    Auch Arbeitnehmer ohne Kinder haben Arbeitszeiten angepasst

    Bei Arbeitnehmern ohne Kinder haben 16 Prozent ihre Arbeitszeiten verlagert. Die Forscher sehen auch Hinweise, dass das Arbeiten zu Hause eine Rolle für die Verschiebung der Arbeitszeiten spielt. So hätten Beschäftigte im Homeoffice ihre Arbeitszeit pandemiebedingt häufiger verlagert als Beschäftigte, die kein Homeoffice nutzten.

    Bei den Beschäftigten im Homeoffice gaben laut den Forschern im April 2020 mehr als ein Drittel an, zu anderen Zeiten zu arbeiten als noch vor der Pandemie - im Vergleich zu knapp 15 Prozent bei denen, die kein Homeoffice nutzten. Bis Oktober 2020 seien die Anteile in beiden Gruppen deutlich auf etwa 18 beziehungsweise fünf Prozent gesunken.

    Arbeitszeitverlagerung: Keine Auswirkungen auf Zufriedenheit

    Keine Auswirkungen habe die Verlagerung der Arbeitszeit auf die Zufriedenheit im Job, so die Wissenschaftler. Ihre Daten bezogen sie den Angaben zufolge aus der Corona-Zusatzbefragung des Linked Personnel Panel (LPP), einer Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern privatwirtschaftlicher Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten.

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