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Vom Todesstreifen zum Grünen Band | BR24

© pa/dpa/Michael Reichel

Plakat "Grünes Band" neben Spazierweg

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    Vom Todesstreifen zum Grünen Band

    Der Bund Naturschutz will das "Grüne Band" aufwerten - zu einem nationalen Naturmonument. Das Grüne Band ist der 1400 Kilometer lange ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen, wo es besonders viel intakte Natur gibt. Von Nikolaus Neumaier.

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    Bei einem Pressegespräch in München forderte Verbandschef Hubert Weiger einen hoheitlichen Schutz aller Flächen, denn bislang ist nur ein Drittel staatlich geschützt. Das Grüne Band, so Weiger, müsse auf seiner gesamten Länge als nationales Naturmonument ausgewiesen werden um die Flächen dauerhaft zu sichern. "Es ist das zentrale Dokument unserer Naturschutzgeschichte", sagte Weiger.

    Der Bund-Naturschutz-Chef verlangte außerdem mehr Anstrengungen an der bayerisch-tschechischen Grenze. Hier sei vor allem die Staatsregierung gefordert. Für Maßnahmen, um Flächen unter Schutz zu stellen, seien in Bayern zwischen vier bis sechs Millionen Euro notwendig. Den Finanzbedarf für den Erhalt des Grünen Bandes quer durch Deutschland bezifferte Weiger mit 30 Millionen.

    Schon einiges geschafft

    Das was bislang erreicht wurde ist für den Bund Naturschutz insgesamt schon sehr positiv. Vize-Landeschef Kai Frobel, der das Projekt von Anfang an vorangetrieben hat, betonte die außerordentliche Artenvielfalt von mehr als 1200 Arten, die auf der sogenannten roten Liste als gefährdet eingestuft werden. "Das Grüne Band ist eine Erfolgsstory des deutschen Naturschutzes", sagte Frobel. Der nächste Schritt ist nun ein Band von Naturschutzgebieten quer durch Europa. Dieses würde dann über 12000 Kilometer vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer verlaufen.