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Viertägiges Opferfest beginnt für Muslime | BR24

© dpa/pa/Mahmoud Khattab

Vorbereitungen zum islamischen Opferfest

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Viertägiges Opferfest beginnt für Muslime

Für mehr als eine Milliarde Muslime weltweit beginnt heute das Opferfest Eid al-Adha. Das viertägige Fest während der Wallfahrt nach Mekka erinnert an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen.

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Für mehr als eine Milliarde Muslime weltweit beginnt heute das Opferfest Eid al-Adha. Im Türkischen heißt das Fest Kurban Bayrami. Das viertägige Fest während der Wallfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien (Hadsch) erinnert an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Die Prüfung Abrahams ist nicht nur im Koran, sondern auch in der Bibel und in der Tora überliefert. Das Opferfest ist das wichtigste Fest im Islam. Es wird gemeinsam gefeiert – in der Moschee, aber auch im privaten Kreis mit Familie und Freunden. Beliebtes Opfertier für die rituelle Schlachtung ist das Schaf. Ein Teil des Fleisches wird an Bedürftige verteilt.

Beginn des Festes richtet sich nach dem Mondkalender

Der Beginn des Festes richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und kann in verschiedenen Ländern variieren. Insgesamt leben Schätzungen zufolge etwa 1,8 Milliarden Muslime auf der Welt. In Deutschland sind es dem Statistischen Bundesamt zufolge mehr als 4,5 Millionen, dort beginnt das Opferfest dieses Jahr nach einer Festlegung des Zentralrats der Muslime ebenfalls heute. Die meisten Muslime weltweit leben laut einer Studie des Pew-Center aus dem Jahr 2015 in Indonesien, Indien, Pakistan und Bangladesch.

Lebensmittellieferungen für Muslime in Kaschmir

Angespannt ist die Lage zu Beginn des Festes unterdessen im indischen Teil Kaschmirs. Es besteht nach wie vor eine Ausgangssperre. Die indischen Behörden kündigten angesichts des Festes indes an, Lastwagen mit Lebensmitteln in die Region zu schicken. In Kaschmir ist die Bevölkerungsmehrheit muslimisch. Anfang der Woche hatte Indien den Sonderstatus des Bundesstaates abgeschafft und die Region vollständig in den indischen Staat integriert. Der Schritt verschärfte die Spannungen mit dem Nachbarland Pakistan, das die Region ebenfalls für sich beansprucht.

© dpa/pa/epa Kerim Okten

Archivbild: Schafe beim Schlachter