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Vier Astronauten starten mit SpaceX-Raumschiff ins All | BR24

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Bildrechte: picture alliance/Newscom/Romeo Guzman

Am Sonntagabend machte sich das Raumschiff "Crew Dragon" mit vier Astronauten an Bord auf den Weg zur ISS.

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Vier Astronauten starten mit SpaceX-Raumschiff ins All

Am Sonntagabend machte sich die "Crew Dragon" von Florida aus auf den Weg zur ISS. Damit schickt das US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Musk zum ersten Mal eine bemannte Rakete zu einer Langzeit-Routinemission ins All.

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  • BR24 Redaktion

Am Sonntagabend (Ortszeit) hob das Raumschiff "Crew Dragon" in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie Live-Aufnahmen der Raumfahrtbehörde Nasa zeigen.

Die "Crew Dragon" startete an der Spitze einer "Falcon 9"-Trägerrakete, deren erste Stufe einige Minuten nach dem Start wie geplant zur Erde zurückkehrte und auf einer schwimmenden Plattform landete – ein großer Erfolg für SpaceX. Wegen rauer See war der Start extra um einen Tag verschoben worden.

Die Kapsel wird voraussichtlich am späten Montagabend (Ortszeit) nach mehr als 27 Stunden Flug an der Internationalen Raumstation ISS andocken. An Bord sind die amerikanischen Nasa-Astronauten Michael Hopkins, Victor Glover, die Nasa-Astronautin Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi. Sie sollen sechs Monate an Bord der ISS bleiben und verschiedene Experimente überwachen. Auf der Station befinden sich derzeit bereits die Astronautin Kate Rubins sowie ihre russischen Kollegen Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow.

Die US-amerikanische Raumfahrt war zuletzt abhängig von Russland

Zuletzt waren US-Astronauten auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Die Nasa hatte ihr Shuttle-Programm wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken vor neun Jahren eingestellt. Um wieder unabhängiger von Russland zu werden, beauftragte die US-Regierung unter Barack Obama das Unternehmen SpaceX sowie den Luftfahrtriesen Boeing mit dem Bau von Raumfähren.

Das Raumschiff von Boeing befindet sich derzeit noch in der Testphase und wird vermutlich nicht vor dem kommenden Jahr fertig. SpaceX kann sich bereits als US-Marktführer in der Raumfahrt in Stellung bringen. Ende Mai hatte das Unternehmen erfolgreich zwei US-Astronauten zu einer zweimonatigen Mission zur ISS geschickt. Es war das erste Mal, dass Astronauten von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Zwei US-Präsidenten gratulieren

Kurz nach dem Start gratulierte der gewählte US-Präsident Joe Biden auf Twitter. Der Start sei ein Beleg für die Kraft der Wissenschaft "und für das, was wir erreichen können, wenn wir unsere Innovation, Einfallsreichtum und Entschlossenheit zäumen".

Auch der amtierende US-Präsident Donald Trump feierte erst später den "großartigen Start" auf Twitter - und zwar nicht ohne sich selbst ins Spiel zu bringen: Die Nasa sei bei seiner Machtübernahme eine Katastrophe gewesen, inzwischen sei die Raumfahrtagentur "wieder zum "heißesten" und fortgeschrittensten Weltraumzentrum der Welt bei Weitem geworden".

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