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Neuseeland: Vier Deutsche bei Vulkanausbruch auf White Island | BR24

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Beim Vulkanausbruch auf White Island hielten sich den Behörden zufolge dort auch vier Deutsche auf, es gibt aber keine Hinweise auf deutsche Todesopfer. Mindestens 6 Touristen starben bei dem Unglück, das nun auch ein Fall für die Polizei ist.

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Neuseeland: Vier Deutsche bei Vulkanausbruch auf White Island

Beim Vulkanausbruch auf White Island hielten sich den Behörden zufolge dort auch vier Deutsche auf, es gibt aber keine Hinweise auf deutsche Todesopfer. Mindestens sechs Touristen starben bei dem Unglück, das nun auch ein Fall für die Polizei ist.

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Die Polizei geht inzwischen nicht mehr davon aus, noch Überlebende auf der Insel zu finden. Da noch acht Menschen vermisst werden, befürchten die Behörden somit, dass insgesamt 14 Personen auf der Insel umkamen. Rettungskräfte können White Island derzeit nicht betreten, da dies als zu riskant gilt, Flugzeug- und Hubschrauberbesatzungen konnten auf der Insel keine Lebenszeichen mehr entdecken.

Mehrere Überlebende in kritischem Zustand

Nach neuesten Angaben hielten sich während des Ausbruchs insgesamt 47 Menschen auf der Vulkaninsel oder in deren unmittelbarer Nähe auf. 31 Personen wurden bei dem Ausbruch verletzt, 27 erlitten schwerste Verbrennungen. Sie werden in Spezialkliniken intensivmedizinisch versorgt, voraussichtlich würden aber nicht alle ihre schweren Brandwunden überleben, gab die Regierung bekannt. Mehrere Opfer befänden sich in einem "kritischen Zustand".

Vermutlich Deutsche unter den Verletzten

Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einer "verheerenden Katastrophe". Der Regierungschefin zufolge kommen die Toten und Verletzten aus Neuseeland, Australien, den USA, China, Malaysia und Deutschland. Die meisten von ihnen waren mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs, der "Ovation of the Seas". Der Ausflug zu der Vulkaninsel gehörte zu einer Tagestour. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es: "Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind." Hinweise auf deutsche Todesopfer gebe es bislang keine.

Polizei nimmt Ermittlungen auf

Die Polizei hat nach der Katastrophe auf White Island inzwischen strafrechtliche Ermittlungen zu den "Umständen" des Unglücks eingeleitet. Über deren Inhalt gab Vizekommissar John Tims keine Details bekannt. Die Ermittlungen würden parallel zu Untersuchungen anderer Prüfbehörden laufen. Die Bekanntgabe werteten Beobachter als Hinweis, dass vor dem Vulkanausbruch womöglich gegen Sicherheitsstandards verstoßen wurde. In der Woche vor dem Ausbruch am Montagnachmittag war die Warnstufe am Vulkan auf Stufe zwei angehoben worden, die vor "mäßiger bis erhöhter Vulkanaktivität" warnt.

Das Unglück wirft viele Fragen auf

Der Chef des Tourveranstalters White Island Tours, Paul Quinn, sagte dazu im Rundfunksender Radio New Zealand, bei dieser Warnstufe seien stets weitere Ausflüge zum Vulkan unternommen worden. Es habe keine Warnung gegeben, die Insel nicht mehr zu besuchen.

Der Vulkan von White Island ist allerdings Neuseelands aktivster Vulkan. Die jüngste größere Eruption hatte sich 2016 ereignet, damals wurde niemand verletzt. In den vergangene Wochen war der Vulkan jedoch wieder verstärkt aktiv. Trotz der Gefahren wird die Insel, die sich in Privatbesitz befindet, jedes Jahr von etwa 10.000 Menschen mit dem Boot besucht.

Die Debatte, ob die Katastrophe nicht hätte verhindert werden können, ist im Gange. Premierministern Ardern sagte:

"Wir wissen, dass es größere Fragen geben wird. Diese Fragen müssen gestellt und beantwortet werden." Jacinda Ardern, Premierministerin Neuseeland

Neues Erdbeben in Neuseeland

Neuseeland befindet sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Einen Tag nach dem Vulkanausbruch wurde das Land an seiner Ostküste von einem Erdbeben der Stärke 5,3 erschüttert. Über größere Sachschäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

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Neuseelands Regierungschefin Ardern dankt Helfern, die den Opfern zu Hilfe kamen - doch das Unglück wirft Fragen auf

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Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland mit vermutlich sechs Toten hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs waren 47 Menschen auf der Insel, darunter Touristen aus Australien, den USA, Großbritannien, China und Deutschland.