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Viele Frauen wollen gegen Trump antreten | BR24

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14 Demokraten haben schon die Hand gehoben und gesagt: Ich will Trump als Präsident ablösen. 6 davon sind Frauen. Senatorinnen wie Elizabeth Warren, Kamala Harris, Amy Klobuchar oder Kirsten Gillibrand wollen die erste Madam President werden.

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Viele Frauen wollen gegen Trump antreten

14 Demokraten haben schon die Hand gehoben und gesagt: "Ich will Trump als Präsident ablösen." Sechs davon sind Frauen. Senatorinnen wie Elizabeth Warren, Kamala Harris, Amy Klobuchar oder Kirsten Gillibrand wollen die erste Madam President werden.

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Alle weiblichen Kandidatinnen haben eines gemeinsam: Sie kommen aus Hochburgen der Demokraten von New York bis Kalifornien. Kirsten Gillibrand erzählt, wie beeindruckt sie davon ist, was sich aus dem Widerstand gegen Trump und dem Womens March entwickelt hat:

"Diese Dynamik hat eine Wiedergeburt der Frauenbewegung gebracht. Das ist inspirierend. Die vielfältigste Gruppe an Politikerinnen in der Geschichte der USA zu haben, die Trump zur Verantwortung ziehen wollen, ist erfrischend." Kirsten Gillibrand, Senatorin aus New York

Frauen verändern die politische Landschaft

Der Senat besteht zu einem Drittel aus Frauen, das Repräsentantenhaus zu einem Viertel - das ist ein neuer Rekord. Tulsi Gabbard, Abgeordnete aus Hawaii, die auch für die Demokraten ins Rennen um die Präsidentschaft geht, beschreibt, wie sich die politische Landschaft schon jetzt verändert hat:

"Die Energie ist anders, weil es Menschen mit neuen Erfahrungen und Geschichten im Repräsentantenhaus gibt, die eine Vielfalt mitbringen, die wir vorher so nicht hatten. Sie geben Menschen eine Stimme, die vorher so nicht gehört wurden." Tulsi Gabbard, Kongress-Abgeordnete

Die Inhalte sollen zählen

Die Politikerinnen, die ins Rennen um die Präsidentschaft einsteigen, stellen nicht in den Mittelpunkt, dass sie weibliche Kandidatinnen sind. Darauf werden sie aber immer wieder angesprochen. Die Politikerinnen wollen mit Inhalten punkten, so wie Kamala Harris, die in Umfragen unter den Kandidatinnen bisher die meiste Zustimmung bekommt:

"Die Leute loben die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitsmarktzahlen. Aber viele Leute haben zwei, drei Jobs, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Das ist nicht richtig." Kamala Harris, Senatorin

An Themen fehlt es nicht

Gesundheitssystem, Waffengesetze, Klimawandel, Außenpolitik – es gibt viel zu tun, sind die Demokratinnen überzeugt. Elizabeth Warren, die als hoch-effektive Fundraiserin gilt, erklärt in einem Video, was die USA aus ihrer Sicht ausmacht:

"Egal, wo Deine Familie herkam, Du verdienst, dass Du alle Möglichkeiten hast. Egal wie unterschiedlich wir sind, die meisten von uns wollen das gleiche: Hart arbeiten und für die Menschen sorgen, die wir lieben. Das ist das Amerika, für das ich kämpfe." Elizabeth Warren, Senatorin

Auch bei den Demokraten liegt ein Mann vorne

Auf der Beliebtheitsskala bei den Demokraten liegt mit deutlichem Abstand derzeit allerdings ein Mann vorn, der noch nicht mal seine Kandidatur erklärt hat: der ehemalige Vizepräsident Joe Biden. Erst auf dem dritten Platz folgt die erste Frau: Kamala Harris. Der Präsidentschaftswahlkampf läuft an und eine Frage wird immer wieder gestellt: Sind die USA bereit für eine Frau als Präsidentin? Und wie wahrscheinlich ist es, dass eine Frau als Spitzenkandidatin bei den Demokraten nominiert wird? Die Antwort wird es erst in mehr als einem Jahr geben.