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Viele E-Scooter fallen bei Einfuhr durch Sicherheitsprüfung | BR24

© BR/Johanna Schlüter

E-Scooter fährt auf der Straße

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Viele E-Scooter fallen bei Einfuhr durch Sicherheitsprüfung

Die Hamburger Verbraucherschutzbehörde musste bei der Einfuhrkontrolle von Elektro-Tretrollern schwere Mängel feststellen. Bei Stichproben seit Januar erfüllten nur 315 von 1.772 Modellen die Sicherheitsanforderungen der EU.

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Nur rund ein Fünftel der Elektro-Tretroller-Modelle, die von den Hamburger Verbraucherschutzbehörde im Rahmen der Einfuhrkontrolle getestet wurden, erfüllte die Sicherheitsanforderungen der EU. Die übrigen erhielten keine Freigabe für den Verkehr und die Einfuhr in die Europäische Union wurde abgelehnt. Die Verbraucherschutzbehörde rät den Nutzern deshalb, beim Kaufen oder Mieten von E-Scootern auf die sogenannte CE-Kennzeichnung und die EU-Konformitätserklärung zu achten.

CE-Kennzeichnung erforderlich

Wer E-Scooter auf dem deutschen Markt anbieten will, muss neben den Herstellerangaben auch eine so genannte CE-Kennzeichnung anbringen und der Bedienungsanleitung in deutscher Sprache eine EU-Konformitätserklärung beifügen, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Darin bestätigt der Hersteller per Unterschrift, dass sein Produkt die EU-Maschinenrichtlinie mit ihren Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz einhält.

Betrunken auf Elektroroller unterwegs

Seit Mitte Juni sind E-Tretroller in Deutschland erlaubt, seit Anfang Juli rollen sie auf den Straßen deutscher Großstädte. Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. In der bayerischen Landeshauptstadt zogen Polizisten Angang Juli innerhalb von 24 Stunden 24 betrunkene E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr.

Alleine in München erlauben die Behörden im Zentrum pro Anbieter 1.000 Scooter. Vermutlich werde sich die Zahl im Lauf des Sommers erhöhen, heißt es aus dem Rathaus. Dort rechnen sie mit rund 10.000 Tretrollern, die dann ausgeliehen werden können. Die Behörden wollen demnächst herausfinden, für welche Fahrten die Menschen die E-Scooter überhaupt nutzen: Noch ist völlig unklar, ob die Menschen nur zum Spaß mit ihnen durch die Stadt düsen oder ob sie wirklich auf das Auto verzichten, um staufrei ins Büro zu kommen.

Bereits zahlreiche Unfälle mit E-Scootern

Fest steht aber: Bundesweit gab es schon zahlreiche Kollisionen mit den Elektro-Tretrollern. Das sehen auch Ärzte in Notaufnahmen. Insbesondere Fußgänger und Rollerfahrer seien dabei betroffen und trügen zum Teil schwere Verletzungen davon, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. In München krachte erst vor kurzem ein Betrunkener auf einem E-Scooter in ein Polizeiauto.

Mit ihren relativ kleinen Rollen können die Gefährte bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Mindestens 14 Jahre muss man dafür alt sein. Führerschein, Mofa-Prüfbescheinigung oder ein Helm sind nicht vorgeschrieben. Gehwege sind für E-Tretroller-Fahrer tabu.

In Großbritannien, wo das Fahren mit E-Scootern auf öffentlichen Straßen bislang verboten ist, starb am Freitag eine Frau bei der Kollision mit einem Lastwagen.

© BR

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