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Verunglückte Extrembergsteiger in Kanada tot gefunden | BR24

© picture alliance / HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Verunglückter Extrembergsteiger David Lama

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Verunglückte Extrembergsteiger in Kanada tot gefunden

Im Banff-Nationalpark sind die Leichen der drei Alpinisten David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley gefunden worden. Sie galten seit Dienstag als vermisst und wurden vermutlich Opfer eines Lawinenunglücks.

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Die drei Extremsportler waren in dem Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta unterwegs, um eine Route am Howse Peak zu begehen, die als sehr schwierig gilt. Dabei wurden sie offenbar von einer Lawine erfasst. Die Nationalparkverwaltung hatte bereits Ende der vergangenen Woche keine Hoffnung mehr, die drei lebend zu finden, nachdem Rettungskräfte in dem Gebiet Anzeichen für Lawinenabgänge und Kletterausrüstung gefunden hatten.

Nun teilte die Behörde mit, die Leichen seien entdeckt worden. Sie sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. Auch die Familien hatten zuvor bereits Abschied von den Bergsteigern genommen. Der Vater des US-Kletterers Jess Roskelley, John Roskelley, hatte bereits kurz nach dem mutmaßlichen Unglück erklärt, er gehe vom Tod seines 36-jährigen Sohnes aus.

💡 Der Howse Peak

Der Howse Peak ist mit knapp 3.300 Metern der höchste Berg in der Waputik-Kette, einem Gebirgszug im kanadischen Banff-Nationalpark. Erstmals bestiegen wurde der Berg im Jahr 1902. Die Ostwand des Howse Peak ist sehr steil. Sie gilt als eine der größten Herausforderungen für Bergsteiger in den Rocky Mountains.

Familien nehmen Abschied

Am Freitag veröffentlichten die Eltern des Innsbruckers David Lama eine Mitteilung auf dessen Internetseite. Darin heißt es unter anderem:

"David lebte für die Berge und seine Leidenschaft für das Klettern und Bergsteigen hat uns als Familie geprägt und begleitet. Er folgte stets seinem Weg und lebte seinen Traum. Das nun Geschehene werden wir als Teil davon akzeptieren." Claudia und Rinzi Lama, Eltern von David Lama

Die Familie und Freunde des Tirolers Hansjörg Auer reagierten ebenfalls mit einem Statement auf der Homepage des Sportlers. Sie veröffentlichten ein Schwarz-Weiß-Foto des 36-Jährigen und eine seiner eigenen Aussagen aus dem Jahr 2015:

"Ich denke an meine Freunde, […] Ich denke daran wie es wäre, wenn ich einmal nicht mehr zurück käme, wenn ich den Preis für die Berge bezahlen müsste. Und doch kann ich es dann nicht lassen, mich der Herausforderung das eine ums andere Mal zu stellen. […] Ich werde nie aufhören zu suchen, weil das was ich finde mich jedes Mal aufs Neue fasziniert." Hansjörg Auer, im Jahr 2015

Drei der besten ihrer Zeit

Die drei zählten zu den besten Alpinisten ihrer Generation. Roskelley hatte 2003 als damals jüngster Bergsteiger jemals den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest bestiegen. Auer war bekannt dafür, komplizierte Routen ohne Sicherung zu klettern. Der 28-jährige Lama war unter anderem zweimal Jugend-Weltmeister im Klettern, später gelangen ihm einige schwierige Erstbegehungen, zum Beispiel im Oktober 2018 am 6.900 Meter hohen Lunag Ri in Nepal.

© BR

Es gibt kaum noch Hoffnung, sie lebend zu finden: Drei Weltklasse-Kletterer sind in Kanada wohl von einer Lawine verschüttet worden. Die Anteilnahme ist groß. Die Eltern von David Lama haben sich auf seiner Website bereits von ihm verabschiedet.