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Verteidigungsministerium widerspricht Bericht über Pannen-Airbus | BR24

© dpa-Bildfunk

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss Flug zum G20-Gipfel abbrechen

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    Verteidigungsministerium widerspricht Bericht über Pannen-Airbus

    Das Bundesverteidigungsministerium hat einem "Spiegel"-Bericht widersprochen, wonach ein Wartungsfehler der Lufthansa die Panne am Regierungsflieger von Kanzlerin Merkel auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires verursacht hat.

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    Maßgeblich für den Zwischenfall, bei dem das Flugzeug mit der Bundeskanzlerin an Bord im November auf seinem Weg zum G20-Gipfel nach Buenos Aires umkehren musste, sei ein Ausfall eines Bauteils gewesen, teilte das Verteidigungsministerium mit. In der Folge seien auch die Funkgeräte ausgefallen.

    Kein Wartungsfehler der Lufthansa

    Der "Spiegel" hatte berichtet, die Panne sei maßgeblich auf einen Fehler von Lufthansa Technik zurückzuführen. Demnach hatte es die Lufthansa-Tochter versäumt, die Flugbereitschaft der Bundeswehr über ein neu eingebautes, digitales Kommunikationssystem zu informieren. Als das System während des Fluges zum G20-Gipfel ausgefallen sei, habe sich die Crew der Regierungsmaschine auf eine falsche Notfall-Checkliste gestützt und habe deshalb das Funksystem nicht wieder hochfahren können.

    "Sicherheit immer gewährleistet"

    Dieser Darstellung widersprach nun nach der Lufthansa auch das Bundesverteidigungsministerium. "Maßgeblich für den Zwischenfall war ein Ausfall eines Bauteils, in der Folge auch der Funkgeräte. Dies liegt nicht an Lufthansa Technik", sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das Flugzeug sei immer in einem sicheren Zustand und die Sicherheit an Bord war immer gewährleistet gewesen, betonte er.

    Linienflug nach Argentinien

    Neben dem Funksystem waren auch Teile der Hydraulik von dem Stromausfall betroffen. Nur mit dem Satellitentelefon gelang es den Piloten, ihren Kommandostand in Köln zu erreichen. Die Piloten mussten umdrehen und in Köln-Bonn landen. Merkel und Finanzminister Olaf Scholz mussten anschließend mit einem Linienflugzeug zum G20-Gipfel nach Argentinien reisen.