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Versteckte Giftquelle oder unbedenklich? | BR24

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Problematisch: Quecksilber haltige Zahnfüllungen aus Amalgam

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    Versteckte Giftquelle oder unbedenklich?

    Amalgam: Ist es gesundheitsschädlich oder nicht? Jetzt hat die EU beschlossen, das quecksilberhaltige Zahnmaterial bis 2030 ganz abzuschaffen. Was sind die Hintergründe für das Verbot?

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    Amalgam ist leicht zu verarbeiten, günstig und lange haltbar. Eigentlich ideal, wäre da nicht ein Problem: Es besteht neben Silber, Zinn und etwas Kupfer rund zur Hälfte aus Quecksilber.

    Studien geben Entwarnung

    In den 80er und 90er Jahren wurde Amalgam als Ursache für Müdigkeit und Niedergeschlagenheit bis hin zu schweren Vergiftungen ausgemacht. Auch heute noch lassen sich deshalb viele ihre Amalgamfüllungen entfernen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Studien. Ein ursächlicher Zusammenhang der Symptome mit Amalgam konnte bis heute nicht nachgewiesen werden.

    Viele trotzdem skeptisch

    Trotzdem bezweifeln vor allem ganzheitliche praktizierende Zahnmediziner, dass Amalgam unbedenklich ist. Völlige Unbedenklichkeit lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen, argumentierte das Robert Koch Institut. Vorsorglich empfiehlt das RKI schon länger, Schwangere, stillende Frauen und Kleinkinder nicht mit Amalgamfüllungen zu versorgen. Mit Inkrafttreten des EU Beschlusses wird diese vorsorgliche Maßnahmen ab 2018 europaweit gelten.

    Allergie: Nicht häufiger als bei modernen Kompositen

    Das bestätigt auch Prof. Franz Xaver Reichl, Dentaltoxikologe an der Universität München. Amalgam ist aus seiner Sicht unbedenklich. Nur sehr wenige, einzelne Menschen entwickeln Allergien. Allergien lassen sich eindeutig feststellen und erst dann sollten die Füllungen ersetzt werden.

    Amalgamfüllungen: Rausnehmen oder drinlassen?

    Nicht entfernen lassen, wenn es keine medizinischen Gründe dafür gibt, rät Professsor Christoph Benz, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Bei Amalgamfüllungen treten demnach eigentlich keine Dämpfe auf, nur wenn man sie rausbohren würde.

    Sendung

    Gesundheit!

    Von
    • Marc Strucken
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