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Verschwundenes Mädchen Maria: Sechs Jahre Haft für Begleiter | BR24

© ARD

Ein damals 13 Jahre altes Mädchen und ein rund 40 Jahre älterer Mann tauchen im Mai 2013 unter und reisen durch Europa. Nach mehr als fünf Jahren kehrt das Mädchen, Maria aus Freiburg, zurück. Der Begleiter wird nun zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Verschwundenes Mädchen Maria: Sechs Jahre Haft für Begleiter

Ein damals 13 Jahre altes Mädchen und ein rund 40 Jahre älterer Mann tauchen im Mai 2013 unter und reisen durch Europa. Nach mehr als fünf Jahren kehrt das Mädchen, Maria aus Freiburg, zurück. Der Begleiter wird nun zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Das Landgericht Freiburg hat einen 58 Jahre alten Mann aus Blomberg in Nordrhein-Westfalen wegen schwerer Kindesentziehung und wegen sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Sicherungsverwahrung, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, ordnete das Gericht nicht an. Der 58-Jährige muss aber der Mutter Marias Schmerzensgeld in nicht genannter Höhe zahlen.

Verschwinden der minderjährigen Maria für fünf Jahre

Der Mann war nach Überzeugung des Gerichts im Mai 2013 mit der damals 13 Jahre alten Maria aus Freiburg als ihr damaliger Begleiter ins Ausland geflüchtet und habe das Mädchen in zahlreichen Fällen sexuell missbraucht. Erst nach mehr als fünf Jahren kehrte Maria zurück, der Mann wurde festgenommen.

Dem Urteil zufolge war der verheiratete Familienvater mit dem rund 40 Jahre jüngeren Mädchen quer durch Europa nach Italien gereist. Dort lebten die beiden in einem Dorf in Sizilien.

Kennengelernt habe er die Minderjährige über das Internet. Der erwachsene Mann habe sich dort in Chats dem Mädchen gegenüber anfangs als Teenager ausgegeben.

Verurteilung trotz freiwilliger Mitreise von damals 13-jähriger Maria

Der Mann und Maria hatten zu dem Fall vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Auch wenn das damals 13 Jahre alte Mädchen freiwillig mit dem Mann mitgegangen sei, stelle dies eine Straftat dar, stellte das Gericht in der Urteilsbegründung klar. Marias Eltern wussten den Angaben zufolge nichts von dem Plan, ins Ausland zu reisen.

Der Prozess hatte Anfang Mai in Freiburg begonnen. Bei den Plädoyers Ende Juni hatte die Staatsanwältin, neben Sicherungsverwahrung, sieben Jahre und drei Monate Gefängnis für den nicht vorbestraften Mann gefordert. Der Verteidiger des Mannes plädierte den Angaben zufolge für vier Jahre und sechs Monate Haft ohne Sicherungsverwahrung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die am Prozess Beteiligten haben nach Angaben des Gerichts eine Woche Zeit, Revision einzulegen